Die Literatur Georg Büchners sperrt sich gegen die Einordnung in die zeitgenössischen literarischen Strömungen. „Vormärz“, „Junges Deutschland“ oder gar „Biedermeier“ – auf Büchners Werk scheint keines der Etiketten zu passen. Seine Texte wirken wie ein Anachronismus. Büchner steht mit seinen Themen und sprachlichen Bildern in seiner Zeit allein und ist ihr zugleich 70 Jahre voraus. Von den Zeitgenossen verkannt und ausgegrenzt, beginnt seine Entdeckung erst mit dem Naturalismus, vollends mit dem Expressionismus. Untersuchen Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern das Dramenfragment Woyzeck unter Aspekten wie „Determination“, „Abgrund“, „Transzendenzverlust“, „Sprachkrise“ und „Einsamkeit“ – und entdecken Sie Georg Büchner als Vorreiter der literarischen Moderne!