In Judith Hermanns Erzählband Nichts als Gespenster geht es nur auf den ersten Blick ums Reisen. Was die Protagonisten bewegt, liegt tiefer: Ihre innere Leere und Verunsicherung treibt sie an, sie sind auf der Suche nach einem neuen Lebensentwurf. Der Ortswechsel wird zum Anlass, die eigenen Beziehungen neu zu formulieren. Durch Judith Hermanns Erzähltechnik wird der Leser in diese existenzielle Grundsituation der Unsicherheit verwickelt. Erarbeiten Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern die motivische Verknüpfung der Erzählungen und vergleichen Sie die literarische Vorlage mit der Verfilmung von Martin Gypkens (2007). Die Beschäftigung mit der Erzähltechnik führt Ihre Schülerinnen und Schüler zum Schreiben eigener Kurzgeschichten. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Film mündet in das Schreiben von Rezensionen.