Ganzes Werk • Friedrich
Sprachgewalt
Gerade engagierte Bewegungen aus der Schüler*innenschaft, wie #FridaysForFuture oder #WirWerdenLaut, haben gezeigt, wie sehr Kinder und Jugendliche selbst zum Ziel von Sprachgewalt werden, die u. a. in oberflächlich makellosem Gewand in unserer Gesellschaft fest verankerten Adultismus offenbart. Die in dieser Ausgabe zusammengestellten Beiträge sind entsprechend auf Differenzierung ausgerichtet. Anliegen der Autor*innen ist es, für die Vielschichtigkeit von Sprachgewalt zu sensibilisieren. Sprachgewalt ist ein Thema, das in letzter Zeit nicht nur titelgebend für mehrere wissenschaftliche Publikationen war, die Reflexion darüber begegnet uns fast täglich auch im medialen und politischen Diskurs und in der persönlichen Interaktion. Der vor der Pandemie bereits vielzitierte raue Ton scheint noch einmal verstärkt wahrgenommen und adressiert zu werden. Gemeint sind damit zumeist explizit abwertende Referenzialisierungen. Es sind aber nicht allein brutale Wörter, die noch dazu häufig und zu Unrecht primär mit jugendsprachlichen Varietäten assoziiert werden, die Sprachgewalt konstituieren. Die im Deutschunterricht curricular festgeschriebene Untersuchung und Reflexion von Sprache und Sprachgebrauch bietet Raum, das Rahmenthema der vorliegenden Ausgabe aufzugreifen und an authentische, aktuelle Daten aus der Lebenswelt von Schüler*innen anzubinden.
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Deutsch
5.-13. Klasse
Sekundarstufe
10 Einheiten
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