Jugendsprache hat es in sich: Von vielen Heranwachsenden im alltäglichen Gespräch mit anderen Jugendlichen gerne verwendet und mitunter auch gezielt zur Provokation und Abgrenzung von Erwachsenen eingesetzt, wird diese Sprachvarietät von Eltern und Lehrkräften überwiegend kritisch wahrgenommen. Dennoch spielt sie auch im Deutschunterricht - abgesehen von vielfältigen inoffiziellen Gesprächskontexten - meist keine große Rolle. Dabei bieten gerade jugendsprachliche Ausdrucksweisen und das vergleichende Gegenüberstellen von Jugend- und Standardsprache interessante Einblicke in die bunte Welt der Sprache(n) und können Lernende dazu motivieren, über allerlei Sprachliches nachzudenken: beispielsweise im Wörterbuch nicht zu findende Ausdrücke, geheimnisvoll-kreative Wortbildungen, grammatische und orthografische Zweifelsfälle, die Frage nach der Angemessenheit jugendsprachlicher Ausdrücke in bestimmten Situationen. Also: Yallah, let's go!