Unterrichtsmaterialien Endphase der Weimarer Republik: Ganze Werke Seite 3/8
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Geschichte
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Außerschulische Lernorte
Außerschulische Lernorte sollen im erfahrungsarmen Fach Geschichte für Authentizität und Anschaulichkeit sorgen. Diese Erwartung ist berechtigt, doch sie lässt sich nur verbunden mit einer geschichtsdidaktischen Qualifizierung in dem Sinne erfüllen, dass an diesen Orten historisches Lernen ermöglicht wird. Oft wird allerdings bereits der emotionale Überschuss, den solche Orte oft bieten und der Schülerinnen und Schüler in ihren Bann zu ziehen vermag, für historisches Lernen gehalten. Ganz besonders trifft das auf Gedenkstätten zu, die neben ihren wissenschaftlichen Bestrebungen immer auch Teil der Erinnerungskultur oder sogar der Geschichtspolitik sind. Das steht bei Besuchen oft nicht im Mittelpunkt, so dass es weniger zu einer reflektierten Auseinandersetzung als zu einer affirmativen Übernahme von vorgefertigten Urteilen kommt. Der Beitrag von Markus Bernhardt zeigt, dass historische Gedenkorte und andere Repräsentation der Erinnerungskultur ihr Potenzial für historisches Lernen nur dann entfalten können, wenn der funktionale Gedenk- oder Erinnerungsakt überschritten wird und die Repräsentationen selbst zum Gegenstand der Reflexion werden. Aus der Zeit römischer Besatzung und Provinzialisierung finden sich bis heute unzählige Hinterlassenschaften in Deutschland. Eine Vielzahl an Museen und archäologischen Parks präsentieren diese Funde und etablieren sich zunehmend offensiver als Lernangebote. Experimentelle Archäologie, themenorientierte Workshops sowie vielfältige Mitmach- und Unterhaltungsangebote bestimmen die erwartete Zugänglichkeit zur antiken Welt. Interessante und spektakuläre Inszenierungen können jedoch dazu verleiten, den kritischen Blick auf das Verhältnis zwischen Spuren aus der römischen Zeit und einer modernen Deutung zu verlieren. Der Beitrag von Thomas Must bietet didaktischmethodische Überlegungen, um dafür zu sensibilisieren. Zwei weitere Schwerpunktbeiträge befassen sich mit didaktischen Aspekten von Gedenkstättenbesuchen in Berlin und mit Museumsbesuchen.
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Gedenkstätten an NS-Täterorten
Gedenkstätten an NS-Täterorten
Gesamtwerk
Macht Umwelt Geschichte?
Das Forschungsfeld „Umweltgeschichte“ hat sich seit den 1990er Jahren stark gewandelt. Ging es bis dahin hauptsächlich um Verschmutzungsprobleme als unerwünschtes Nebenprodukt der Industrialisierung, hat der Boom der Globalgeschichte auch der Umweltgeschichte neue Fragestellungen und Forschungskontroversen eröffnet. Eine Grundfrage lautet seither, ob Umweltprobleme als klassische Gemeinwohlthemen zu betrachten sind, die auf technische Mittel und politisch-administrative Maßnahmen setzen oder ob es sich um einen breiten Kampf um Gerechtigkeit handelt, den bestimmte sozial oder ethnisch definierten Gruppe als „environmentalism of the poor“ führen? Der „Environmental Justice Atlas“ umfasste im September 2020 insgesamt 3267 Fallgeschichten aus aller Welt und bildet eine ernüchternde Lektüre hinsichtlich der Wirksamkeit von Umweltbewegungen. Der Aufsatz von Frank Uekötter zeigt die Interdependenzen entgrenzter Umweltgeschichte an den Beispielen der Eukalyptusplantagen als „Bäume der Diktatoren“, den Bananenplantagen in Honduras, den Fleischbaronen von Chicago oder der Produktion des Guano-Düngers in Peru. Eine intendierte Geschichte der materiellen Lebensgrundlagen steckt erst in den Anfängen, da die Umweltgeschichte innerhalb der Wissenschaften immer noch eine prekäre Randexistenz führt. Der Aufsatz von Uwe Walter gibt zunächst einen knappen Überblick zu antiken Sichten auf Mensch, Umwelt und Klima. Anthropogene Einflüsse spielten lokal und regional durchaus eine Rolle, aufs Große gesehen freilich nicht, schon wegen der im Vergleich mit der Moderne geringen Bevölkerungsdichte. Im Mittelpunkt stehen die Eigenart des mittelmeerischen Klimas und dessen Veränderungen über die lange Dauer der Antike. Als gesichert kann ein begünstigendes „römisches Klimaoptimum“ zwischen 200 v. Chr. und 200 n. Chr. gelten, während in der Spätantike eine Kaltzeit andere Krisenfaktoren (u. a. Epidemien, reichinterne Konflikte, Migrationen) offenbar verstärkte. Aus der historischen Rückschau ergibt sich in jedem Fall die Einsicht, dass Menschen in der Antike auf einen Klimawandel mit Anpassung und Kreativität reagierten – die Vorstellung, man könne die Veränderungen durch ein globales Regime aufhalten, erscheint aus dieser Perspektive geradezu irregeleitet und geeignet, Ressourcen in großem Umfang falsch einzusetzen. Anhand von zwei ausgewählten Themenbereichen befasst sich der Aufsatz von Karl-Josef Burkard mit der heute üblichen Einbeziehung wirtschaftspolitischer Fragestellungen in den Geschichtsunterricht. Das erste Beispiel behandelt die „Tulpenmanie“ in den Niederlanden des 17. Jhs. zur Zeit der Anfänge der kapitalistischen Wirtschaftsweise mit ihren charakteristischen Institutionen wie Aktiengesellschaften und Börsen. Die Niederlande wurden zum damaligen Weltfinanzzentrum und setzten den Freihandel als Postulat des ökonomischen Liberalismus gegen den Protektionismus der merkantilistischen Wirtschaftsweisen. Beispiel zwei betrachtet die krisenverschärfende Sparpolitik der Regierung Brüning der keynesianischen Wirtschaftspolitik zur Zeit des amerikanischen New Deal gegenüber. Den Schülern eröffnen sich durch diesen Vergleich wichtige Einsichten in fundamentale Zusammenhänge von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, darunter die Kreislaufwirkungen pro- und antizyklischer Konjunkturpolitik und die Bedeutung wirtschaftswissenschaftlicher Paradigmenwechsel. Im Geschichtsunterricht dienen diese wirtschaftsgeschichtlichen Betrachtungen in erster Linie einem tieferen Verständnis der historischen Zusammenhänge und danach erst der ökonomischen Bildung.
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Geschichte Deutschlands
Der Film gibt einen Überblick von der frühgeschichtlichen Besiedelung Deutschlands bis zur Vereidigung Angela Merkels als Bundeskanzlerin. Er erlaubt die Verortung des spezifischen Jahrgangsstoffes in einen gesamtgeschichtlichen Zusammenhang. Insbesondere die Kontinuitäten vom Ende des Römerreichs bis zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation werden mit Grafiken und Realbildern verdeutlicht.Zusatzmaterial: 20 Arbeitsblätter in Schüler- und Lehrerfassung; 20 Testaufgaben; 10 Interaktive Aufgaben.
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Die Weltwirtschaftskrise 1929–1932
Der New Yorker Börsenkrach 1929 beendete die "Goldenen Zwanziger" und war der Auftakt zu einer bis dahin beispiellosen Wirtschaftskrise, die fast alle Länder der Welt erfasste. Deutschland war aufgrund eigener Bedingungen besonders betroffen und erlebte in der Großen Depression von 1929 bis 1932 einen Wirtschaftseinbruch, der das Gefüge der Weimarer Republik sprengte. Sie überforderte Politiker und Parteien in der Krisenbekämpfung, verhalf den Nationalsozialisten zu immer größeren Wahlerfolgen und mündete mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler. Anhand zahlreicher Sekundär- und vor allem Primärquellen vollziehen die Schüler die Entwicklung nach und erhalten ein vertieftes Verständnis für die anhaltende Bedeutung wirtschaftlicher Prozesse, Entwicklungen und Konzepte in der jüngeren Geschichte Deutschlands.
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Homosexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen in Deutschland
Die Geschichte homosexueller, trans- und intergeschlechtlicher (LSBTI) Menschen gewinnt in der öffentlichen Debatte immer größere Beachtung. Im Geschichtsunterricht kommt sie bisher allerdings kaum vor. Dieses Heft möchte das ändern. In zahlreichen Materialien wird die LSBTI-Geschichte in Deutschland, die bis heute immer auch eine Geschichte von Verfolgung und Emanzipation ist, für den Unterricht erschlossen. Das Heft setzt dabei im Kaiserreich ein und spannt den Bogen über Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit und die großen Debatten der 1980er und 90er Jahre bis in die Gegenwart.
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Ostmitteleuropa nach 1918
Die Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg führte zu einer historischen Zäsur, die nicht nur die politische Landkarte dieses Teils der Welt veränderte, sondern auch die Flucht und Vertreibung von mehr als einer Million Menschen zur Folge hatte. Im Mittelpunkt stand dabei der am 10. August 1920 unterzeichnete Vertrag von Sèvres, der letzte der fünf Pariser Vorortverträge, die nach der Niederlage des Deutschen Reiches und seiner Verbündeten unterzeichnet worden waren. Der Vertrag von Sèvres sollte nach dem Willen der Siegermächte eine quasi-koloniale Ordnung in den Gebieten umsetzen, die bis dahin dem Osmanischen Reich gehörten. Dies beinhaltete die Absicht, das Territorium der heutigen Türkei zu zerlegen und in Einflussbereiche zu unterteilen. Das türkische Volk widersetzte sich jedoch diesem „Todesurteil“; und vier Jahre nach dem Waffenstillstand von Mudros musste die Suche nach Frieden im Orient nahezu von vorne beginnen. Das Ergebnis war der Frieden von Lausanne vom 24. Juli 1923, der der Region eine völlig andere Nachkriegsordnung gab, als es der Vertrag von Sèvres vorgesehen hatte. Während der Vertrag von Sèvres von den Türken als nationale Demütigung wahrgenommen wurde, half der Vertrag von Lausanne ihnen, ihren Wunsch nach nationaler Selbstbestimmung zu verwirklichen. Józef Piłsudski (1867 – 1935) verkörpert wie kein anderer die Wandlungen der polnischen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er gilt als Vater der 1918 wiedererlangten Unabhängigkeit und Verteidiger der Freiheit gegen den Bolschewismus. Aber er putschte auch 1926 gegen eine gewählte Regierung und regierte Polen bis zu seinem Tod autoritär. Der Beitrag von Stephan Lehnstaedt untersucht die Mystifizierung Piłsudskis seit der Zwischenkriegszeit, aber auch den Wandel der Perzeptionen angesichts der Umbrüche 1945 und 1990. Außerdem wird gezeigt, wie die heutige polnische Regierung den „Vater des Vaterlands“ mit seinen vormodernen Staatsvorstellungen in ihr Geschichtsbild vom ethnisch homogenen Nationalstaat integriert.
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Demokratie am Abgrund
Welchen inneren und äußeren Belastungen war die Weimarer Republik ausgesetzt? Welche Ereignisse des Jahres 1923 bedrohten die Demokratie im Deutschen Reich? Woher rührten die antidemokratischen Einstellungen in den Köpfen der Menschen? Anhand von schriftlichen Quellen und historischen Aufnahmen sowie Sachtexten und selbstständiger Internetrecherche beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Krisenjahr 1923. Sie gewinnen Einblick in die schwierige Anfangsphase der Weimarer Republik und erkennen, dass links- und rechtsradikale Einstellungen eng mit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung zusammenhingen.
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Sicherheitsdidaktiken im 20. Jahrhundert
Sicherheitsdidaktiken im 20. Jahrhundert
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The Great Depression of 1929
Die Weltwirtschaftskrise von 1929 hat Regierungen ins Wanken gebracht und Gesellschaften zerrüttet. Die in englischsprachigen Ländern als „Great Depression“ bezeichnete Wirtschaftskrise von 1929 hatte globale Auswirkungen. Sie trug zum Aufstieg der Nationalsozialisten in Deutschland, zur Abschaffung der Demokratie in vielen europäischen Ländern und zu einem weltweiten Wandel in Wirtschaft, Handel, Gesellschaft und Kultur bei. Die Weltwirtschaftskrise gilt als ein Meilenstein auf dem Weg in den Zweiten Weltkrieg.
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Hansebilder
In den Beiträgen dieser Ausgabe wird das Hansebild der aktuellen Forschung beleuchtet. Dabei wird die Hanse gegenwärtig als loser Zusammenschluss von Kaufleuten und Städten zur Beförderung gemeinsamer primär wirtschaftlicher Interessen verstanden. Jenseits dieses allgemeinen Verständnisses haben verschiedene Forschungsstränge vor allem die Heterogenität und die dynamische Entwicklung dieses Phänomens betont, das über ein halbes Jahrtausend in Nordeuropa wirkte. Nicht begründet in der Forschung ist allerdings der heute in der Öffentlichkeit beliebte EU-Vergleich. F. Bernward Fahlbusch untersucht die Darstellung der Hanse in den Schulbüchern der Generation ca. 2005 bis 2020 und prüft, ob die Fortschritte der Historiographie Berücksichtigung gefunden haben. Besonderes Gewicht wird dabei auf die Rezension der (unzulänglichen) kartographischen Darstellungen gelegt.
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Ergebnissicherung
Fragt man Schülerinnen und Schüler, was ihnen im Geschichtsunterricht besonders wichtig ist, kommt häufig nicht – was man als Lehrkraft gerne hören würde –, dass er interessant und spannend sein oder dass er Anlässe zur Diskussion bieten soll, sondern dass die Stunde eine klare, übersichtliche und einprägsame Ergebnissicherung beinhalten soll. Wie eine solche Ergebnissicherung gelingen kann und welche Methoden es dafür gibt, zeigt das vorliegende Heft: Es stellt unterschiedliche Möglichkeiten digitaler Sicherung vor, versammelt aber auch Beispiele, wie Schülerinnen und Schüler selbstständig analog ihre Ergebnisse zusammenfassen und strukturieren können. Darüber hinaus geben Beiträge Anregungen für Formen, die im Klassenunterricht eingesetzt werden und neben der Sicherung zur Unterstützung des Erkenntnisgangs der Lernenden beitragen. Fragt man Schülerinnen und Schüler, was ihnen im Geschichtsunterricht besonders wichtig ist, kommt häufig nicht – was man als Lehrkraft gerne hören würde –, dass er interessant und spannend sein oder dass er Anlässe zur Diskussion bieten soll, sondern dass die Stunde eine klare, übersichtliche und einprägsame Ergebnissicherung beinhalten soll. Wie eine solche Ergebnissicherung gelingen kann und welche Methoden es dafür gibt, zeigt das vorliegende Heft: Es stellt unterschiedliche Möglichkeiten digitaler Sicherung vor, versammelt aber auch Beispiele, wie Schülerinnen und Schüler selbstständig analog ihre Ergebnisse zusammenfassen und strukturieren können. Darüber hinaus geben Beiträge Anregungen für Formen, die im Klassenunterricht eingesetzt werden und neben der Sicherung zur Unterstützung des Erkenntnisgangs der Lernenden beitragen.
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Einführung in die Wirtschaftsgeschichte
Krisen, Globalisierung oder Ungleichheit bestimmen die tagespolitischen Debatten. Viele der drängenden ökonomischen Fragen unserer Gegenwart lassen sich nur richtig einordnen, wenn sie als Resultat längerfristiger Entwicklungsverläufe angesehen werden. Die Beschäftigung mit Wirtschaftsgeschichte ist darum für ein besseres Verständnis der modernen Welt unerlässlich. Roman Köster führt in die zentralen Themen, Methoden und Theorien der Wirtschaftsgeschichte ein. Er behandelt die wirtschaftshistorischen Kernthemen wie Industrialisierung, Krisen oder Konsum, bezieht aber auch Aspekte wie Technik oder Umwelt ein, die traditionelle wirtschaftshistorische Perspektiven erweitern.
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Parlamentarismusforschung
Parlamentarismusforschung
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Die Weltwirtschaftskrise (1929–1939)
Kein anderes Ereignis hat den Glauben an das kapitalistische Wirtschaftssystem so nachhaltig erschüttert wie die große Krise, die 1929 über die Welt hereinbrach. Was war zu tun? Abwarten und auf die viel beschworenen Selbstheilungskräfte des Marktes vertrauen oder etwas ganz Neues versuchen? Mit dem Fokus auf den USA und Deutschland lernen Schülerinnen und Schüler zwei paradigmatische Lösungswege kennen. Auf dem einen konnte sich der Kapitalismus trotz aller Widerstände selbst neu erfinden. Der andere führte – wenn auch unbeabsichtigt – geradewegs in den Nationalsozialismus.
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Urteilen im Geschichtsunterricht
Das historische Urteilen, lange ein kaum traktiertes Feld des Geschichtsunterrichts, gerät in den letzten zehn Jahren immer mehr in den Fokus der Fachdidaktik und wird auch in den Lehrplänen immer prominenter. In einigen Bundesländern ist ausgehend von den Einheitlichen Prüfungsanforderungen für das Fach Geschichte (EPA 2005, S. 4) in den neueren Lehrplänen von einer Urteilskompetenz die Rede. Auf Historikertagen häufen sich die Sektionen zum Thema Historisches Urteilen (z.B. 2010, 2014 und 2018), in der fachdidaktischen Forschung gibt es zunehmend Arbeiten zum Thema und auch die Fachzeitschriften thematisieren das Urteilen. Während die Politikdidaktik eine Reihe von spezifischen Kategoriensystemen für die Urteilsbildung im Fachunterricht entwickelt hat (z.B. Detjen, Kayser/Hagemann u.a.), greift der Geschichtsunterricht oftmals auf ältere Modelle zurück (z.B. Weymar, Jeismann). Holger Thünemann hat hier jüngst den Bereich des Werturteils weiter ausdifferenziert, indem er beim Werturteil zwischen Valenz- und Relevanzurteilen unterscheidet: Valenzurteile bewerten das Vergangene nach unseren Wertmaßstäben, Relevanzurteile beurteilen die Bedeutung des zu Bewertenden für unsere Gegenwart und Zukunft (vgl. Thünemann, in: GWU i.E.). Angesichts der Wichtigkeit des Anforderungsbereiches III für das historische Lernen verwundert es kaum, dass sich in den Kollegien der Ruf häuft, griffige Fortbildungen zum Urteilen präsentiert zu bekommen. Das ist verständlich, denn Urteilen ist ein schwieriges Geschäft. Da die empirische Forschung noch in den Anfängen steckt, sind lediglich Annäherungen an das Urteilen möglich. Gleichzeitig verspricht diese noch offene Situation eine gewisse Kreativität und eine flexible Vielfalt in den Lösungsansätzen, von denen wir einige in diesem Heft vorstellen wollen. Alle drei Artikel verbindet Gemeinsames: Die hohe Bedeutung des Urteilens für den Kern des Geschichtsunterrichts, das historische Denken zu lernen, steht außer Frage. Gleichzeitig verbindet sie ein Unbehagen über die curriculare Hilfestellung zur Bearbeitung dieses Arbeitsfeldes. Die schon von Jeismann festgestellte Verschränkung von Sach- und Werturteil wird akzeptiert, aus methodischer Hinsicht gibt es bei allen das Anliegen, beide Operationen zu trennen, um damit klare Schritte des Vorgehens im Unterricht einüben zu können. Alle drei Beiträge elementarisieren Vorgänge, entweder indem sie Kernoperationen des Argumentierens zur Problemlösung herausarbeiten (Nitsche, Bräuer u. Scheller), die Modularisierung von Aufgaben explizit zum Werturteil darlegen (Peters) oder drei Typen für die Anlage von Urteilsaufgaben vorstellen, die deren Analyse erleichtern sollen und Qualitätskriterien anbieten (Hasenberg). Alle Beiträge sind praxisorientiert, wollen das Schreiben fördern und nutzen tatsächlich erprobte oder im Abitur eingesetzte Aufgabentypen, um ihre jeweiligen Vorschläge zu veranschaulichen, den Umgang damit zu analysieren (Hasenberg am Beispiel des nordrhein-westfälischen Zentralabiturs u.a.) oder zu kritisieren (Peters am Beispiel des niedersächsischen Zentralabiturs 2017). Die offenen Fragen richten sich vor allem an die Gestalt des Sachurteils. Für das Werturteil liegt ein klarer methodischer Vorschlag mit einem Bezugsrahmen von Wertmaßstäben vor, der sogar einen unverzichtbaren Nexus von Sach- und Werturteil in Frage stellt (Peters). Die Gestalt des Sachurteils bekommt aber lediglich eine gewisse Aufmerksamkeit, wenn mit Bezug auf Jeismann deren Eigenart als „Kontextualisierung eines historischen Faktums oder Sachverhalts“ (Peters) genannt wird, die die „Bedeutung von Vergangenem“ in den Blick nimmt (Nitsche, Bräuer u. Scheller). Eine klare Struktur mit Kriterien, wie es z.B. das niedersächsische Kerncurriculum einfordert , ist nur in Ansätzen sichtbar, wenn z.B. Ursache und Wirkung (Nitsche, Bräuer u. Scheller) genannt werden. Auf Jeismann aufbauend sollten hier ähnlich wie beim Werturteil noch weitere Überlegungen angestellt werden, denn letztlich zielen Sachurteile immer auf das Verstehen historischer Sachverhalte oder Ereignisse, wobei es hier nicht um ein „Verständnis für etwas“, sondern um ein „Verständnis von etwas“ geht. Zu begrüßen sind in den drei Beiträgen die konkreten Hilfestellungen, die sogar bis hin zur Impulsgebung im Unterricht reichen können. Wichtig erscheint der mehrfach deutlich werdende Schwerpunkt auf den Bewusstwerdungs- und Reflexionsprozess, der bei den Schülerinnen und Schülern auch in der Metareflexion einsetzen soll. Er erscheint für einen schülerorientierten, das historische Denken fördernden modernen Geschichtsunterricht unverzichtbar, der – zu Recht – immer öfter auch geschichtskulturelle Phänomene und ihre medialen Vermittlungsformen in den Blick nimmt. Die Redaktion möchte mit diesem Heft die Diskussion zum Urteilen anregen und ist dankbar für weiterführende Beiträge zum Thema, die in unserer Zeitschrift ihren Ort finden sollen.
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Die Sowjetunion und Russland
Die deutsche und die russische Geschichte sind über die Jahrhunderte eng miteinander verwoben. Dennoch bietet der Geschichtsunterricht nur wenige Gelegenheiten der Auseinandersetzung mit Russland und der Sowjetunion. Obwohl das Land die Geschichte Europas und der Welt prägt, ist das Wissen darüber unter Schülern eher diffus. Dieses Heft schließt diese Lücke. Zahlreiche Materialien machen die verworrene Geschichte Russlands von den Anfängen der Sowjetunion bis zur Gegenwart für den Unterricht zugänglich. Aus dem Inhalt: Die Konsolidierung der Sowjetunion und Neue Ökonomische Politik I Herrschaft Stalins I Aufstieg zur Weltmacht I Wirtschaft und Gesellschaft nach 1945 I Russland nach dem Untergang der Sowjetunion.
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Geschichtsunterricht im Medienwandel
Der Medienwandel ist in vollem Gange. Die zukünftige Arbeits- und Lebenswelt heutiger Schülerinnen und Schüler wird eine digitale sein. Unser Themenheft enthält deshalb praxisnahe Vorschläge, technische und digitale Angebote geschichtsdidaktisch sinnvoll für das historische Lernen nutzbar zu machen. Dazu haben wir diese Angebote systematisiert und ein Glossar erstellt, in dem Sie gängige Applikationen finden, die Sie in unterschiedlichen Phasen zu unterschiedlichen Zwecken anwenden können. Was Sie dort finden, ist kein Hexenwerk, sondern es sind zumeist einfach zu bedienende Apps, Websites oder Programme, mit denen man digitale Medien unkompliziert zur Förderung des historischen Lernens einsetzen kann. Denn letztlich wird auch die Zukunft des Geschichtsunterrichts davon abhängen, ob es gelingt, die digitale Welt sinnvoll in die mediale, methodische und inhaltliche Struktur des Fachs Geschichte zu integrieren.
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Das 19. und 20. Jahrhundert
Die Reihe Orientierung Geschichte ist eine Basisbibliothek für Studienanfänger der Geschichtswissenschaft. Hier finden sie das Rüstzeug für die obligatorischen Einführungskurse in die historischen Epochen und die Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft. Konzentriert auf Europa informiert der Band zum 19. und 20. Jahrhundert über Kolonialismus und Dekolonialisierung, Industrialisierung und sozialen Wandel, Revolutionen und Ideologien.
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Aspekte der Geschichtskultur
Computerspiele mit historischem Hintergrund werden immer beliebter und haben prägenden Einfluss auf die Vergangenheitsvorstellungen Jugendlicher und junger Erwachsener. Am Beispiel des Dokumentarmodus des im Alten Ägypten spielenden „Assassin’s Creed: Origins“ untersucht Mathias Herrmann mit fachwissenschaftlichem und fachdidaktischem Blick, welches Potential das Medium Computerspiel für den Geschichtsunterricht hat. Die geschichtskulturelle Abhandlung von Manuel Köster untersucht am Beispiel des Hermannsmythos die politische Instrumentalisierung einer „empirisch nicht triftigen Narration“ (J. Rüsen) im „langen 19. Jahrhundert“. Dabei werden die Verwendung des Mythos und seine Veränderungen unter wechselnden politischen Vorzeichen zur antinapoleonischen, antifranzösischen, antikatholischen oder völkischen Agitation dargestellt. Der diachrone Vergleich verschiedener Quellengattungen zeigt dann das heuristische Potential für die Analyse des gesellschaftlichen Umgangs mit Geschichte auf. Anhand zweier neuer Großsynthesen erörtert Herfried Münkler in seinem Aufsatz grundlegende Fragen einer modernen Geschichte des Krieges. Eine mögliche Perspektive privilegiert die Frage, wie Kriege gehegt, wenn möglich verhindert werden können. Wer die Geschichte Europas vom ausgehenden 17. Jahrhundert bis 1990 so erzählt, muss freilich manches ausblenden, etwa die Verlagerung exzessiver Gewalt an die (z.T. koloniale) Peripherie. Welchen Wert das Lernen der Europäer für Gegenwart und Zukunft in einer globalisierten Welt haben kann, muss zweifelhaft bleiben. Zu diskutieren ist ferner die Annahme, zeitweilige Konjunkturen des Krieges hätten die europäische Entwicklung in Richtung auf Fortschritt beschleunigt. Dem gegenüber steht eine ‚kältere‘, analytischere Sicht, die sich nicht auf die europäische Neuzeit beschränkt, sondern generell den Wandel des Krieges in Abhängigkeit von der Naturbeherrschung des Menschen studiert. Dieser sozio-ökonomische bzw. -ökologische Zugriff, der als Leitstruktur die Trias von Wildbeuter-, Agrar- und Industriegesellschaft zugrunde legt, kann langfristige Prozesse erhellen und zu einer universalgeschichtlichen Typologie des Krieges gelangen. Freilich ist diese Perspektive nicht leicht durchzuhalten, zumal wenn es die beiden großen Kriege des 20. Jahrhunderts zu erklären gilt. Der Beitrag von Jörn Rüsen zielt darauf, die strikte Opposition von „Standardisierung oder Pluralisierung“ durch eine „Standardisierung der Pluralisierung“ zu ersetzen. Ausgehend von Art. 1 GG gibt die Menschenwürde als universelle Norm dem Geschichtsunterricht eine kulturdifferenzübergreifende anthropologische Grundlage und Ausrichtung. Empirisch weitet diese Norm den historischen Blick auf die Menschheit und ihre vielfältige Ausprägung der Lebensformen in Raum und Zeit. Dabei bezieht sich unser kulturell verpflichtendes Verständnis der Menschenwürde auf den individualisierten einzelnen Menschen als Person; es schließt Anerkennung wie Kritik ein. Die auch geschichtsdidaktisch relevante Frage nach der deutschen Identität widerspricht dem nicht, wenn diese durch eine ausgeprägte Offenheit gegenüber Strittigkeit und Zukunft sowie einen inneren Bezug auf eine transnationale Menschheit definiert wird. Die Geschichtsdidaktik hat nur dann die Chance, einer Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken, wenn sie die (deutsche) Nation angemessen thematisiert.
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Erster Weltkrieg - einfach & klar
So vermitteln Sie das Lehrplanthema "Erster Weltkrieg" einfach, konkret und anschaulich! Basiswissen einfach und klar vermitteln - In diesem E-Book finden Sie motivierende Materialien rund um das Thema "Erster Weltkrieg". Abstrakte Zusammenhänge sind speziell für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf einfach, konkret und anschaulich aufbereitet. Ideen und Materialien zu begleitenden handlungsorientierten Unterrichtsaktivitäten, die helfen, das Thema weiter zu veranschaulichen und zu festigen, runden das Paket ab! Um den Lernfortschritt überprüfen zu können, werden außerdem Tests zu den einzelnen Themenbereichen angeboten. Besonders praktisch: Sie erhalten alle Arbeitsblätter und Tests im veränderbaren Word-Format sowie die Lösungen zur Selbstkontrolle!
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Escape-Rooms für den Geschichtsunterricht 5-10
Escape-Rooms im Geschichtsunterricht: Jugendliche lieben es, knifflige Rätsel zu knacken. Dafür spricht der aktuelle Boom rund um Escape-Rooms, Exit-Spiele und Escape-Storys in Buchform. Machen Sie sich die Begeisterung Ihrer Schüler*innen für dieses Format zunutze und bringen Sie das Exit-Game-Prinzip in Ihren Geschichtsunterricht! Spaß und Spannung im Fach Geschichte: Mit dem vorliegenden Band gelingt es im Handumdrehen, den Klassenraum in einen Escape-Room zu verwandeln. Sie erhalten alle wichtigen Informationen dazu, was Sie bei der Übertragung des Prinzips auf den Geschichtsunterricht beachten müssen. Auch alle nötigen Materialien sind im Band enthalten, sodass die Breakouts ohne großen Aufwand durchgeführt werden können. Rätsel knacken im Unterricht: Wie üblich bei diesem Spiel-Prinzip, gibt es auch für die Breakouts dieses Bandes eine rätselhafte Einstiegsgeschichte, welche die Schüler*innen zum Thema hinführt und eine Lücke definiert, die durch das Lösen der Aufgaben und Rätsel geschlossen werden muss. Gefragt sind Fachwissen, Teamwork und problemlösendes Denken! Die Themen: Das alte Ägypten: Pharaonen und Götter | Das antike Griechenland: Götter und Helden | Der Alltag im alten Rom | Das Leben in der mittelalterlichen Stadt | Martin Luther und die Reformation | Die Industrialisierung: das Zeitalter der Erfindungen und Entdeckungen | Die Weimarer Republik. die Goldenen Zwanziger. Der Band enthält: Eine allgemeine Einführung | 7 fertige Breakouts mit didaktisch-methodischen Hinweisen und einer Übersicht über die Rätsel inklusive Angabe der benötigen Materialien und Lösungshinweisen für die Lehrkraft sowie einer Einstiegsgeschichte, Rätselblättern und Hinweiskarten für die Schüler*innen | In jedem Breakout zusätzlich digitale Rätsel, die über QR-Codes® abgerufen werden können. Inhaltliche Schwerpunkte: Handlungsorientierung | Problemorientierung | Selbsttätigkeit | Kooperation | Sozialkompetenz | Medienkompetenz | Motivation | Vorführstunden
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Stationenlernen Geschichte 9/10 Band 1 - inklusiv
Wie können Schüler für das Fach Geschichte begeistert, wie Inhalte des Unterrichts nicht nur rein kognitiv vermittelt werden? Wie kann die Lehrkraft zudem mit einer sehr leistungsheterogenen Lerngruppe umgehen? Mit dem E-Book Stationenlernen Inklusionspaket gelingt moderner Geschichtsunterricht, denn es ermöglicht ALLEN Schülern eigenverantwortliches, selbstgestaltetes und kooperatives Lernen. Zur Einführung werden die Methode des Stationenlernens und die praktische Umsetzung im Unterricht kurz erläutert. Im Praxisteil des Buches sind die vier Themen „Das Streben der europäischen Mächte nach Weltmacht am Beispiel des Imperialismus“, „Das Epochenjahr 1917“, „Die Weimarer Republik“ und „Ideologie und Struktur des Nationalsozialismus“ für Ihre Schüler motivierend aufbereitet. An jeweils fünf bis sieben Pflicht- sowie zahlreichen Zusatzstationen werden die Schüler an das jeweilige Thema herangeführt. Mittels kreativer Textarbeit, einer produktorientierten Ausrichtung und zahlreicher Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung gelingt es Ihnen schnell und einfach, Ihre Schüler zur Mitarbeit zu motivieren. Das kostenlose, digitale Zusatzmaterial bietet ergänzendes Inklusionsmaterial.
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Imperialismus und Erster Weltkrieg an Stationen
Der Imperialismus und der Erste Weltkrieg sind wichtiges Kapitel der Geschichte, welche im Geschichtsunterricht natürlich nicht zu kurz kommen dürfen. Dieses Stationentraining hilft Ihnen dabei, diese Themen mit Ihren Schülern eingehend zu betrachten. Die verschiedenen Stationenläufe dieses Bandes konzentrieren sich auf unterschiedliche Teilaspekte der Oberthemen Imperialismus und Erster Weltkrieg. Die Schüler erarbeiten sich die Lerninhalte selbstständig und nachhaltig und gehen dabei in ihrem individuellen Tempo vor. Die Unterrichtsmaterialien und Arbeitsblätter als Kopiervorlagen sind umgehend in der Praxis einsetzbar und eignen sich gut für Freiarbeitsphasen. Auch für Vertretungsstunden sind sie das ideale Handwerkszeug, das sogar fachfremden Lehrern gelungene Geschichtsstunden garantiert. Die Themen: Heißer Juli 1914, Politisch-militärische Etappen, Wirtschaftliche und soziale Aspekte des Krieges, Endphase des Krieges, Aufarbeitung und Folgen.
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100 Jahre Grundschule
In den Schulartikeln der Weimarer Reichsverfassung vom August 1919 wird eine für alle Kinder gemeinsame Grundschule gefordert und das Grundschulgesetz vom April 1920 leitet die Realisierung dieser Forderung ein. Erstmals haben Schulfragen Verfassungsrang und das vom Reichstag verabschiedete Grundschulgesetz ist bis heute das einzige von einem nationalen deutschen Parlament beschlossene Schulgesetz. Es markiert den Beginn der Entwicklung des modernen Schulsystems im 20. Jahrhundert. Dieser Sammelband zeichnet diese Entwicklung nach. Er zeigt zudem den gegenwärtigen Stand sowie die Perspektiven von Theorie und Praxis der Grundschularbeit auf. 18 Beiträge befassen sich mit den Funktionen der Grundschule im Bildungssystem, ihren erzieherischen Aufgaben, den spezifischen Inhalten und Zielen grundlegender Bildung, z.B. Schriftspracherwerb, literarischer Unterricht, Mathematik und Sachunterricht, den Methoden altersgemäßen Lehrens und Lernens, der Differenzierung und Förderorientierung sowie der Professionalisierung der Lehrkräfte an Grundschulen.
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