Unterrichtsmaterialien Geschichtswissenschaft: Ganze Werke Seite 3/6
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Geschichte
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Deutungskämpfe
Deutungskämpfe sind das Thema des diesjährigen Historikertages in München. In einem Interview erläutert Prof. Dr. Eva Schlotheuber, Vorsitzende des Verbandes der Hirstorikerinnen und Historiker Deutschlands, welche Bedeutung Deutungskämpfe heute innerhalb von politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatte haben und um welche Deutungen konkret gestritten wird. Leonhard Schumacher vergleicht in seinem Beitrag "Republiken am Abgrund: Triumvirat und Ermächtigungsgesetz" historische Vorgänge in der Antike und der Moderne: Die im Detail vielfach untersuchten Probleme der lex Titia vom November 43 v. Chr. und des sogenannten Ermächtigungsgesetzes Hitlers vom März 1933 bieten aus der Rückschau in Methode, Zielsetzung und Wirkung deutlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.
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Umweltgeschichte
Umweltgeschichte gewinnt in Lehre und Forschung immer mehr an Bedeutung. Das Buch führt in Konzepte, Felder und Methoden des Faches ein. Es behandelt die großen Themen der neueren europäischen Geschichte wie Industrialisierung, Urbanisierung oder Imperialismus aus umwelthistorischer Perspektive. Geeignet für Lehrende und für Studierende vom Bachelor- bis zum Master-Niveau.
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Schlüsselbegriffe der Public History
Der Band stellt Schlüsselbegriffe der Public History vor und erschließt diese über die wichtigsten Themenfelder und zentrale Forschungsperspektiven. Er richtet sich an Studierende, Lehrende und Praktiker:innen, die sich mit Geschichte in der Öffentlichkeit befassen und bietet Zugänge zur theoretischen Fundierung der Public History als Teil der historischen Kulturwissenschaften an.
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Sternstunden Geschichte 5-6
Besondere Stunden im Fach Geschichte: Jede einzelne Unterrichtsstunde im Fach Geschichte spannend, unterhaltsam und methodisch vielseitig zu gestalten, ist für Lehrer gar keine leichte Aufgabe. Damit der Geschichtsunterricht in den Klassen 5 und 6 aber immer ganz besonders wird, liefert Ihnen dieser Band Materialien für wahre Sternstunden im Fach Geschichte. Unterrichtsmaterialien für fertige Stunden: Sie erhalten mit diesem Band Stundenverläufe und Materialien für fertige Unterrichtsstunden im Fach Geschichte. Behandelt werden Themen wie das Leben in vorgeschichtlicher Zeit, das alte Ägypten, das antike Griechenland oder das Weltreich der Römer. Auch für Prüfungsstunden: Steht bei Ihnen vielleicht ein Unterrichtsbesuch oder eine Prüfungsstunde an? Die Sternstunden Geschichte dieses Bandes sorgen dafür, dass Ihre Unterrichtsstunde ein voller Erfolg wird. Sie glänzen durch Ihre Leistung und Ihre Schüler bekommen spannenden Geschichtsunterricht geboten. Die Themen: Geschichte - ein neues Fach; Leben in vorgeschichtlicher Zeit; Ägypten - eine altorientalische Hochkultur; Griechenland im Altertum; Das Weltreich der Römer. Der Band enthält: Unterrichtsideen und vielfältige Materialien für Sternstunden im Fach Geschichte; über 80 Kopiervorlagen mit Lösungen. Inhaltliche Schwerpunkte: Sternstunden; besondere Stunden; Methoden; methodisch vielseitig; Frühgeschichte; Ägypten; Griechenland; Römisches Reich; Rom.
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Europäische Regionalgeschichte
Das Begriffspaar „Region“ und „regional“ ist allgegenwärtig. Was genau eine Region ausmacht, bleibt aber häufig unklar. Dieses Studienbuch führt in grundlegende Begriffe und Konzepte rund um „Region“ in der Geschichtswissenschaft ein und skizziert Perspektiven, Methoden und Theorien der Europäischen Regionalgeschichte. Den Kern dieser Einführung bildet eine Sondierung regionalhistorischer Themen und Zugänge: Politikgeschichte, Mikrogeschichte, Globale und Transterritoriale Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Kulturgeschichte, Umweltgeschichte, Stadtgeschichte, Religions- und Konfessionsgeschichte, Tourismusgeschichte, Migrationsgeschichte, Geschichte von Einzel- und Gruppenbiografien, Geschlechtergeschichte, Regionalgeschichte im schulischen Kontext.
Verwandte Themen
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Deutungen des Mittelalters
Die Mittelalterforschung hat sich in den letzten Jahr(zehnt)en stark weiterentwickelt. Neue Forschungsfelder wurden aufgetan, alte Deutungen hinterfragt oder gar verworfen, das Mittelalter als epochale Größe wurde mitunter sogar zur Disposition gestellt. Es scheint, als hätte sich dagegen der Geschichtsunterricht zum Mittelalter – abhängig von den jeweiligen Lehrplänen/Curricula und darauf basierend den Lehrwerken/Schulbüchern – nicht allzu stark verändert. Mitunter werden sogar veraltete Positionen weiter transportiert und gelehrt. Dieses Geschichte lernen-Heft möchte exemplarische Impulse liefern, das Mittelalter in einer kritisch-reflektierten Weise in den Blick zu nehmen und insbesondere bestimmte Deutungen zu hinterfragen sowie einige neue Aspekte für schulische Belange zu beleuchten.
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Schreiben im Geschichtsstudium
Schreiben wie die Profis. Die Autorin erläutert gut verständlich, was alles zum Lesen und Schreiben im Geschichtsstudium gehört, wo die Fallstricke liegen und wie es gelingen kann. Praxiserprobte Übungen vertiefen das Gelernte. Für Studierende der Geschichtswissenschaft bietet sich die Chance, kritisch lesen und souverän schreiben zu lernen. Im geschichtswissenschaftlichen Kontext setzen sich diese grundlegenden Tätigkeiten aus einer Vielzahl von Einzelaktivitäten zusammen. Professionelle Historiker üben sie oft mit einer schlafwandlerischen Sicherheit aus. Vieles davon ist für Profis so selbstverständlich, dass sie es Studierenden gegenüber nicht transparent machen. Für ein erfolgreiches Studium müssen diese allerdings verstanden werden. Übungen, die in Lese- und Schreibwerkstätten im Geschichtsstudium vielfach erprobt wurden, machen sichtbar, wie Studierende wichtige Hürden beim Schreiben von Haus- oder Bachelorarbeiten nehmen und ihre Arbeitsprozesse steuern und reflektieren können.
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Alte Geschichte studieren
Der Band bietet sämtliche Basisinformationen zum Studium der Alten Geschichte. Behandelt werden Gegenstand und Fragestellungen des Faches sowie die Quellenkunde einschließlich der Hilfs- und Nachbardisziplinen und spezieller Zugangsweisen. Das Buch führt in die grundlegenden Arbeitstechniken und Darstellungsformen (Materialerschließung, Materialbewältigung, Darstellung) ein und gibt nützliche Hinweise zur Orientierung in der Universität, zur sinnvollen Anlage des Fachstudiums bis hin zu möglichen Berufsfeldern und Perspektiven.
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Außerschulische Lernorte
Außerschulische Lernorte sollen im erfahrungsarmen Fach Geschichte für Authentizität und Anschaulichkeit sorgen. Diese Erwartung ist berechtigt, doch sie lässt sich nur verbunden mit einer geschichtsdidaktischen Qualifizierung in dem Sinne erfüllen, dass an diesen Orten historisches Lernen ermöglicht wird. Oft wird allerdings bereits der emotionale Überschuss, den solche Orte oft bieten und der Schülerinnen und Schüler in ihren Bann zu ziehen vermag, für historisches Lernen gehalten. Ganz besonders trifft das auf Gedenkstätten zu, die neben ihren wissenschaftlichen Bestrebungen immer auch Teil der Erinnerungskultur oder sogar der Geschichtspolitik sind. Das steht bei Besuchen oft nicht im Mittelpunkt, so dass es weniger zu einer reflektierten Auseinandersetzung als zu einer affirmativen Übernahme von vorgefertigten Urteilen kommt. Der Beitrag von Markus Bernhardt zeigt, dass historische Gedenkorte und andere Repräsentation der Erinnerungskultur ihr Potenzial für historisches Lernen nur dann entfalten können, wenn der funktionale Gedenk- oder Erinnerungsakt überschritten wird und die Repräsentationen selbst zum Gegenstand der Reflexion werden. Aus der Zeit römischer Besatzung und Provinzialisierung finden sich bis heute unzählige Hinterlassenschaften in Deutschland. Eine Vielzahl an Museen und archäologischen Parks präsentieren diese Funde und etablieren sich zunehmend offensiver als Lernangebote. Experimentelle Archäologie, themenorientierte Workshops sowie vielfältige Mitmach- und Unterhaltungsangebote bestimmen die erwartete Zugänglichkeit zur antiken Welt. Interessante und spektakuläre Inszenierungen können jedoch dazu verleiten, den kritischen Blick auf das Verhältnis zwischen Spuren aus der römischen Zeit und einer modernen Deutung zu verlieren. Der Beitrag von Thomas Must bietet didaktischmethodische Überlegungen, um dafür zu sensibilisieren. Zwei weitere Schwerpunktbeiträge befassen sich mit didaktischen Aspekten von Gedenkstättenbesuchen in Berlin und mit Museumsbesuchen.
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Macht Umwelt Geschichte?
Das Forschungsfeld „Umweltgeschichte“ hat sich seit den 1990er Jahren stark gewandelt. Ging es bis dahin hauptsächlich um Verschmutzungsprobleme als unerwünschtes Nebenprodukt der Industrialisierung, hat der Boom der Globalgeschichte auch der Umweltgeschichte neue Fragestellungen und Forschungskontroversen eröffnet. Eine Grundfrage lautet seither, ob Umweltprobleme als klassische Gemeinwohlthemen zu betrachten sind, die auf technische Mittel und politisch-administrative Maßnahmen setzen oder ob es sich um einen breiten Kampf um Gerechtigkeit handelt, den bestimmte sozial oder ethnisch definierten Gruppe als „environmentalism of the poor“ führen? Der „Environmental Justice Atlas“ umfasste im September 2020 insgesamt 3267 Fallgeschichten aus aller Welt und bildet eine ernüchternde Lektüre hinsichtlich der Wirksamkeit von Umweltbewegungen. Der Aufsatz von Frank Uekötter zeigt die Interdependenzen entgrenzter Umweltgeschichte an den Beispielen der Eukalyptusplantagen als „Bäume der Diktatoren“, den Bananenplantagen in Honduras, den Fleischbaronen von Chicago oder der Produktion des Guano-Düngers in Peru. Eine intendierte Geschichte der materiellen Lebensgrundlagen steckt erst in den Anfängen, da die Umweltgeschichte innerhalb der Wissenschaften immer noch eine prekäre Randexistenz führt. Der Aufsatz von Uwe Walter gibt zunächst einen knappen Überblick zu antiken Sichten auf Mensch, Umwelt und Klima. Anthropogene Einflüsse spielten lokal und regional durchaus eine Rolle, aufs Große gesehen freilich nicht, schon wegen der im Vergleich mit der Moderne geringen Bevölkerungsdichte. Im Mittelpunkt stehen die Eigenart des mittelmeerischen Klimas und dessen Veränderungen über die lange Dauer der Antike. Als gesichert kann ein begünstigendes „römisches Klimaoptimum“ zwischen 200 v. Chr. und 200 n. Chr. gelten, während in der Spätantike eine Kaltzeit andere Krisenfaktoren (u. a. Epidemien, reichinterne Konflikte, Migrationen) offenbar verstärkte. Aus der historischen Rückschau ergibt sich in jedem Fall die Einsicht, dass Menschen in der Antike auf einen Klimawandel mit Anpassung und Kreativität reagierten – die Vorstellung, man könne die Veränderungen durch ein globales Regime aufhalten, erscheint aus dieser Perspektive geradezu irregeleitet und geeignet, Ressourcen in großem Umfang falsch einzusetzen. Anhand von zwei ausgewählten Themenbereichen befasst sich der Aufsatz von Karl-Josef Burkard mit der heute üblichen Einbeziehung wirtschaftspolitischer Fragestellungen in den Geschichtsunterricht. Das erste Beispiel behandelt die „Tulpenmanie“ in den Niederlanden des 17. Jhs. zur Zeit der Anfänge der kapitalistischen Wirtschaftsweise mit ihren charakteristischen Institutionen wie Aktiengesellschaften und Börsen. Die Niederlande wurden zum damaligen Weltfinanzzentrum und setzten den Freihandel als Postulat des ökonomischen Liberalismus gegen den Protektionismus der merkantilistischen Wirtschaftsweisen. Beispiel zwei betrachtet die krisenverschärfende Sparpolitik der Regierung Brüning der keynesianischen Wirtschaftspolitik zur Zeit des amerikanischen New Deal gegenüber. Den Schülern eröffnen sich durch diesen Vergleich wichtige Einsichten in fundamentale Zusammenhänge von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, darunter die Kreislaufwirkungen pro- und antizyklischer Konjunkturpolitik und die Bedeutung wirtschaftswissenschaftlicher Paradigmenwechsel. Im Geschichtsunterricht dienen diese wirtschaftsgeschichtlichen Betrachtungen in erster Linie einem tieferen Verständnis der historischen Zusammenhänge und danach erst der ökonomischen Bildung.
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Geschichte in Gedenkstätten
Seit 1945 sind von Auschwitz bis Kigali weltweit eine Vielzahl von Gedenkstätten entstanden. Sie haben sich im Laufe der Geschichte als zentrale Orte der Erinnerung an das massenhafte Leiden von Menschen durch staatliche Verfolgung, Kriegsverbrechen und Völkermorde etabliert. An den historischen Tatorten erfüllen sie viele Aufgaben: Gedenken, Bewahren, Forschen, Vermitteln. Im Zentrum stehen die Erfahrungen der Opfer. Der Band zeichnet die Entwicklung und Geschichte von Gedenkstätten nach, führt in die wichtigsten Kontroversen ein und vermittelt einen Überblick zu den Aufgabenfeldern dieser Institutionen des kollektiven Gedächtnisses.
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Ostmitteleuropa nach 1918
Die Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg führte zu einer historischen Zäsur, die nicht nur die politische Landkarte dieses Teils der Welt veränderte, sondern auch die Flucht und Vertreibung von mehr als einer Million Menschen zur Folge hatte. Im Mittelpunkt stand dabei der am 10. August 1920 unterzeichnete Vertrag von Sèvres, der letzte der fünf Pariser Vorortverträge, die nach der Niederlage des Deutschen Reiches und seiner Verbündeten unterzeichnet worden waren. Der Vertrag von Sèvres sollte nach dem Willen der Siegermächte eine quasi-koloniale Ordnung in den Gebieten umsetzen, die bis dahin dem Osmanischen Reich gehörten. Dies beinhaltete die Absicht, das Territorium der heutigen Türkei zu zerlegen und in Einflussbereiche zu unterteilen. Das türkische Volk widersetzte sich jedoch diesem „Todesurteil“; und vier Jahre nach dem Waffenstillstand von Mudros musste die Suche nach Frieden im Orient nahezu von vorne beginnen. Das Ergebnis war der Frieden von Lausanne vom 24. Juli 1923, der der Region eine völlig andere Nachkriegsordnung gab, als es der Vertrag von Sèvres vorgesehen hatte. Während der Vertrag von Sèvres von den Türken als nationale Demütigung wahrgenommen wurde, half der Vertrag von Lausanne ihnen, ihren Wunsch nach nationaler Selbstbestimmung zu verwirklichen. Józef Piłsudski (1867 – 1935) verkörpert wie kein anderer die Wandlungen der polnischen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er gilt als Vater der 1918 wiedererlangten Unabhängigkeit und Verteidiger der Freiheit gegen den Bolschewismus. Aber er putschte auch 1926 gegen eine gewählte Regierung und regierte Polen bis zu seinem Tod autoritär. Der Beitrag von Stephan Lehnstaedt untersucht die Mystifizierung Piłsudskis seit der Zwischenkriegszeit, aber auch den Wandel der Perzeptionen angesichts der Umbrüche 1945 und 1990. Außerdem wird gezeigt, wie die heutige polnische Regierung den „Vater des Vaterlands“ mit seinen vormodernen Staatsvorstellungen in ihr Geschichtsbild vom ethnisch homogenen Nationalstaat integriert.
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Sicherheitsdidaktiken im 20. Jahrhundert
Sicherheitsdidaktiken im 20. Jahrhundert
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Politische Theorie und Herrschaft in der Frühen Neuzeit
Die Frühe Neuzeit ist die Zeit der Umgestaltung Europas, der Transformation politischer Herrschaft, von Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft und der globalen Vernetzung. Politische Theorie, von Machiavelli, über Bodin, Hobbes und Locke bis zu namenlosen Autoren von handschriftlichen Gutachten, Kameralismus-Kompendien und merkantilistischen Kleinschriften prägten diese Prozesse. Das Buch führt Studierende vom Bachelor- bis zum Master-Niveau anspruchsvoll und zugleich verständlich in diese faszinierende frühneuzeitliche Welt ein.
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Hansebilder
In den Beiträgen dieser Ausgabe wird das Hansebild der aktuellen Forschung beleuchtet. Dabei wird die Hanse gegenwärtig als loser Zusammenschluss von Kaufleuten und Städten zur Beförderung gemeinsamer primär wirtschaftlicher Interessen verstanden. Jenseits dieses allgemeinen Verständnisses haben verschiedene Forschungsstränge vor allem die Heterogenität und die dynamische Entwicklung dieses Phänomens betont, das über ein halbes Jahrtausend in Nordeuropa wirkte. Nicht begründet in der Forschung ist allerdings der heute in der Öffentlichkeit beliebte EU-Vergleich. F. Bernward Fahlbusch untersucht die Darstellung der Hanse in den Schulbüchern der Generation ca. 2005 bis 2020 und prüft, ob die Fortschritte der Historiographie Berücksichtigung gefunden haben. Besonderes Gewicht wird dabei auf die Rezension der (unzulänglichen) kartographischen Darstellungen gelegt.
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Medien in Forschung und Unterricht
Medien in Forschung und Unterricht
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Lesen im Geschichtsstudium
Viele Studierende sind zu Beginn ihres Geschichtsstudiums überfordert angesichts des großen Lesepensums, das sie zu bewältigen haben. Dieses Buch bietet Orientierung für den Einstieg in eine der Kernkompetenzen des Historischen Arbeitens: Lesen. Studierende erhalten einen verständlichen, systematischen und praktischen Leitfaden für das Lesen von Fachliteratur der Geschichtswissenschaft. Der Band unterstützt sie darin zu entscheiden, was sie wann und wie lesen, Texte zielgerichtet zu erschließen sowie das Gelesene nachzubereiten. Dieser Ratgeber hilft Studierenden, ihr Geschichtsstudium von Beginn an strategisch und effizient zu gestalten.
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Einführung in die Wirtschaftsgeschichte
Krisen, Globalisierung oder Ungleichheit bestimmen die tagespolitischen Debatten. Viele der drängenden ökonomischen Fragen unserer Gegenwart lassen sich nur richtig einordnen, wenn sie als Resultat längerfristiger Entwicklungsverläufe angesehen werden. Die Beschäftigung mit Wirtschaftsgeschichte ist darum für ein besseres Verständnis der modernen Welt unerlässlich. Roman Köster führt in die zentralen Themen, Methoden und Theorien der Wirtschaftsgeschichte ein. Er behandelt die wirtschaftshistorischen Kernthemen wie Industrialisierung, Krisen oder Konsum, bezieht aber auch Aspekte wie Technik oder Umwelt ein, die traditionelle wirtschaftshistorische Perspektiven erweitern.
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Leben im Kaiserreich
Das Deutsche Kaiserreich war lange Zeit als erster deutscher Nationalstaat ein zentraler Bezugspunkt nationaler Identitätsdebatten – in (positiver) Anknüpfung wie (negativer) Abgrenzung. Mit zunehmender zeitlicher Distanz und mit den Entwicklungen des 20. Jahrhunderts, vor allem der NS-Zeit und dem Holocaust, hat sich dies allmählich geändert. Ist das Kaiserreich damit eine „normale“ Epoche wie andere auch geworden? Das vorliegende Heft soll Hilfestellungen dafür bieten, sich der Vielfalt und Dynamik dieser Epoche im Unterricht zu widmen und an Fallbeispielen das Leben im Kaiserreich zu rekonstruieren.
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Wikipedia im Geschichtsunterricht
Wikipedia ist für Schülerinnen und Schüler in der Regel der erste Anlaufpunkt, wenn es darum geht, unbekannte Sachverhalte zu recherchieren. An Schulen ist die Online-Enzyklopädie damit Realität, ob gewollt oder nicht. Dieser Band erschließt die Wikipedia im Kontext historischen Lernens. Neben Problemen wendet er sich vor allem den Chancen zu, die in einer Nutzung liegen, die über den alltäglichen Gebrauch als bloße Informationsquelle hinausgeht. In der kritischen Auseinandersetzung mit Informationen aus der Wikipedia, wird der eigene Umgang mit Geschichte hinterfragbar. Schülerinnen und Schüler können so eine skeptische Grundhaltung erwerben und pflegen. Der Band bietet hierzu zahlreiche unterrichtspraktische Beispiele.
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Urteilen im Geschichtsunterricht
Das historische Urteilen, lange ein kaum traktiertes Feld des Geschichtsunterrichts, gerät in den letzten zehn Jahren immer mehr in den Fokus der Fachdidaktik und wird auch in den Lehrplänen immer prominenter. In einigen Bundesländern ist ausgehend von den Einheitlichen Prüfungsanforderungen für das Fach Geschichte (EPA 2005, S. 4) in den neueren Lehrplänen von einer Urteilskompetenz die Rede. Auf Historikertagen häufen sich die Sektionen zum Thema Historisches Urteilen (z.B. 2010, 2014 und 2018), in der fachdidaktischen Forschung gibt es zunehmend Arbeiten zum Thema und auch die Fachzeitschriften thematisieren das Urteilen. Während die Politikdidaktik eine Reihe von spezifischen Kategoriensystemen für die Urteilsbildung im Fachunterricht entwickelt hat (z.B. Detjen, Kayser/Hagemann u.a.), greift der Geschichtsunterricht oftmals auf ältere Modelle zurück (z.B. Weymar, Jeismann). Holger Thünemann hat hier jüngst den Bereich des Werturteils weiter ausdifferenziert, indem er beim Werturteil zwischen Valenz- und Relevanzurteilen unterscheidet: Valenzurteile bewerten das Vergangene nach unseren Wertmaßstäben, Relevanzurteile beurteilen die Bedeutung des zu Bewertenden für unsere Gegenwart und Zukunft (vgl. Thünemann, in: GWU i.E.). Angesichts der Wichtigkeit des Anforderungsbereiches III für das historische Lernen verwundert es kaum, dass sich in den Kollegien der Ruf häuft, griffige Fortbildungen zum Urteilen präsentiert zu bekommen. Das ist verständlich, denn Urteilen ist ein schwieriges Geschäft. Da die empirische Forschung noch in den Anfängen steckt, sind lediglich Annäherungen an das Urteilen möglich. Gleichzeitig verspricht diese noch offene Situation eine gewisse Kreativität und eine flexible Vielfalt in den Lösungsansätzen, von denen wir einige in diesem Heft vorstellen wollen. Alle drei Artikel verbindet Gemeinsames: Die hohe Bedeutung des Urteilens für den Kern des Geschichtsunterrichts, das historische Denken zu lernen, steht außer Frage. Gleichzeitig verbindet sie ein Unbehagen über die curriculare Hilfestellung zur Bearbeitung dieses Arbeitsfeldes. Die schon von Jeismann festgestellte Verschränkung von Sach- und Werturteil wird akzeptiert, aus methodischer Hinsicht gibt es bei allen das Anliegen, beide Operationen zu trennen, um damit klare Schritte des Vorgehens im Unterricht einüben zu können. Alle drei Beiträge elementarisieren Vorgänge, entweder indem sie Kernoperationen des Argumentierens zur Problemlösung herausarbeiten (Nitsche, Bräuer u. Scheller), die Modularisierung von Aufgaben explizit zum Werturteil darlegen (Peters) oder drei Typen für die Anlage von Urteilsaufgaben vorstellen, die deren Analyse erleichtern sollen und Qualitätskriterien anbieten (Hasenberg). Alle Beiträge sind praxisorientiert, wollen das Schreiben fördern und nutzen tatsächlich erprobte oder im Abitur eingesetzte Aufgabentypen, um ihre jeweiligen Vorschläge zu veranschaulichen, den Umgang damit zu analysieren (Hasenberg am Beispiel des nordrhein-westfälischen Zentralabiturs u.a.) oder zu kritisieren (Peters am Beispiel des niedersächsischen Zentralabiturs 2017). Die offenen Fragen richten sich vor allem an die Gestalt des Sachurteils. Für das Werturteil liegt ein klarer methodischer Vorschlag mit einem Bezugsrahmen von Wertmaßstäben vor, der sogar einen unverzichtbaren Nexus von Sach- und Werturteil in Frage stellt (Peters). Die Gestalt des Sachurteils bekommt aber lediglich eine gewisse Aufmerksamkeit, wenn mit Bezug auf Jeismann deren Eigenart als „Kontextualisierung eines historischen Faktums oder Sachverhalts“ (Peters) genannt wird, die die „Bedeutung von Vergangenem“ in den Blick nimmt (Nitsche, Bräuer u. Scheller). Eine klare Struktur mit Kriterien, wie es z.B. das niedersächsische Kerncurriculum einfordert , ist nur in Ansätzen sichtbar, wenn z.B. Ursache und Wirkung (Nitsche, Bräuer u. Scheller) genannt werden. Auf Jeismann aufbauend sollten hier ähnlich wie beim Werturteil noch weitere Überlegungen angestellt werden, denn letztlich zielen Sachurteile immer auf das Verstehen historischer Sachverhalte oder Ereignisse, wobei es hier nicht um ein „Verständnis für etwas“, sondern um ein „Verständnis von etwas“ geht. Zu begrüßen sind in den drei Beiträgen die konkreten Hilfestellungen, die sogar bis hin zur Impulsgebung im Unterricht reichen können. Wichtig erscheint der mehrfach deutlich werdende Schwerpunkt auf den Bewusstwerdungs- und Reflexionsprozess, der bei den Schülerinnen und Schülern auch in der Metareflexion einsetzen soll. Er erscheint für einen schülerorientierten, das historische Denken fördernden modernen Geschichtsunterricht unverzichtbar, der – zu Recht – immer öfter auch geschichtskulturelle Phänomene und ihre medialen Vermittlungsformen in den Blick nimmt. Die Redaktion möchte mit diesem Heft die Diskussion zum Urteilen anregen und ist dankbar für weiterführende Beiträge zum Thema, die in unserer Zeitschrift ihren Ort finden sollen.
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Griechische Antike: Zentrum und Peripherie
Griechische Antike: Zentrum und Peripherie
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Aspekte der Geschichtskultur
Computerspiele mit historischem Hintergrund werden immer beliebter und haben prägenden Einfluss auf die Vergangenheitsvorstellungen Jugendlicher und junger Erwachsener. Am Beispiel des Dokumentarmodus des im Alten Ägypten spielenden „Assassin’s Creed: Origins“ untersucht Mathias Herrmann mit fachwissenschaftlichem und fachdidaktischem Blick, welches Potential das Medium Computerspiel für den Geschichtsunterricht hat. Die geschichtskulturelle Abhandlung von Manuel Köster untersucht am Beispiel des Hermannsmythos die politische Instrumentalisierung einer „empirisch nicht triftigen Narration“ (J. Rüsen) im „langen 19. Jahrhundert“. Dabei werden die Verwendung des Mythos und seine Veränderungen unter wechselnden politischen Vorzeichen zur antinapoleonischen, antifranzösischen, antikatholischen oder völkischen Agitation dargestellt. Der diachrone Vergleich verschiedener Quellengattungen zeigt dann das heuristische Potential für die Analyse des gesellschaftlichen Umgangs mit Geschichte auf. Anhand zweier neuer Großsynthesen erörtert Herfried Münkler in seinem Aufsatz grundlegende Fragen einer modernen Geschichte des Krieges. Eine mögliche Perspektive privilegiert die Frage, wie Kriege gehegt, wenn möglich verhindert werden können. Wer die Geschichte Europas vom ausgehenden 17. Jahrhundert bis 1990 so erzählt, muss freilich manches ausblenden, etwa die Verlagerung exzessiver Gewalt an die (z.T. koloniale) Peripherie. Welchen Wert das Lernen der Europäer für Gegenwart und Zukunft in einer globalisierten Welt haben kann, muss zweifelhaft bleiben. Zu diskutieren ist ferner die Annahme, zeitweilige Konjunkturen des Krieges hätten die europäische Entwicklung in Richtung auf Fortschritt beschleunigt. Dem gegenüber steht eine ‚kältere‘, analytischere Sicht, die sich nicht auf die europäische Neuzeit beschränkt, sondern generell den Wandel des Krieges in Abhängigkeit von der Naturbeherrschung des Menschen studiert. Dieser sozio-ökonomische bzw. -ökologische Zugriff, der als Leitstruktur die Trias von Wildbeuter-, Agrar- und Industriegesellschaft zugrunde legt, kann langfristige Prozesse erhellen und zu einer universalgeschichtlichen Typologie des Krieges gelangen. Freilich ist diese Perspektive nicht leicht durchzuhalten, zumal wenn es die beiden großen Kriege des 20. Jahrhunderts zu erklären gilt. Der Beitrag von Jörn Rüsen zielt darauf, die strikte Opposition von „Standardisierung oder Pluralisierung“ durch eine „Standardisierung der Pluralisierung“ zu ersetzen. Ausgehend von Art. 1 GG gibt die Menschenwürde als universelle Norm dem Geschichtsunterricht eine kulturdifferenzübergreifende anthropologische Grundlage und Ausrichtung. Empirisch weitet diese Norm den historischen Blick auf die Menschheit und ihre vielfältige Ausprägung der Lebensformen in Raum und Zeit. Dabei bezieht sich unser kulturell verpflichtendes Verständnis der Menschenwürde auf den individualisierten einzelnen Menschen als Person; es schließt Anerkennung wie Kritik ein. Die auch geschichtsdidaktisch relevante Frage nach der deutschen Identität widerspricht dem nicht, wenn diese durch eine ausgeprägte Offenheit gegenüber Strittigkeit und Zukunft sowie einen inneren Bezug auf eine transnationale Menschheit definiert wird. Die Geschichtsdidaktik hat nur dann die Chance, einer Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken, wenn sie die (deutsche) Nation angemessen thematisiert.
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Urteilsbildung im Geschichtsunterricht
Urteilsbildung im Geschichtsunterricht
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Zweimal 70 Jahre - Bundesrepublik und DDR
Die friedliche Revolution in der DDR und der blutige Regimewechsel in Rumänien bilden die Gegenpole in der Geschichte des Umbruchs von 1989/90. Sie markieren – zwischen Kerzendemonstration und Massenerschießung – das politische Handlungsspektrum, in dem sich der Sturz der kommunistischen Diktaturen vollzog. Die Folgen für die gesellschaftlichen Umwandlungsprozesse waren schwerwiegend und prägen die Erinnerung an „1989“ bis heute. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Beitrag von Peter Ulrich Weiß die historischen Ursachen für die Gewaltabkehr bzw. die Gewalteskalation. Der Aufsatz von Manfred Kittel misst „Erfolg“ oder „Misserfolg“ der Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus in der Bundesrepublik vor allem an deren Bedeutung für die politische Stabilität der zweiten deutschen Demokratie. Aus diesem Grunde herrschte anfänglich ein robuster Pragmatismus des wechselseitigen „Beschweigens“ (H. Lübbe) vor; das nur auf diesem Wege für erreichbar gehaltene Ziel demokratischer Stabilität stand allerdings von Anfang an in einem Spannungsverhältnis zu weitergehenden moralischen Erwartungen nicht nur auf Seiten der NS-Opfer. Die weitere Entwicklung war dann seit den 1980er-Jahren von einer zunehmenden Moralisierung geprägt. Wer nach der Stabilität der zweiten deutschen Demokratie fragt, muss über den Umgang mit den unmittelbaren Folgen der NS-Diktatur hinaus zudem mittelbare, im weiteren Sinne mentalitätsgeschichtliche Folgen dieser Vergangenheit für die großen Linien der Politik der Bundesrepublik bedenken. „Sonderfall Ostdeutschland?“ Zum Demokratieverständnis in Ost und West Die Demokratie gilt besonders in Ostdeutschland als gefährdet. Viele Statistiken suggerieren, dass die Ostdeutschen nicht in der Demokratie angekommen seien. Der Artikel von Frank Bösch differenziert diese spektakulären Meldungen. So wird deutlich, dass in vielen Bereichen die Unterschiede zwischen Ost und West gering groß sind und es eine deutliche Annäherung bei der Demokratieakzeptanz gibt. Weniger akzeptiert ist etwa in Ostdeutschland nicht die Demokratie, sondern deren Umsetzung. Abschließend wird hinterfragt, wie aussagekräftig die Unterteilung in Ost und West ist.
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