Unterrichtsmaterialien Latein: Ganze Werke Seite 4/5
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Latein
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Friedrich Verlag
Gesamtwerk
Szenische Interpretation
Anders als die kognitiv-analytische Herangehensweise ermöglicht das szenische Spiel eine Textinterpretation mit allen Sinnen. Das Verstehen des Textes erfolgt im Spiel selbst, während ihrer szenischen Darstellung fühlen sich die Schüler direkt in die literarischen Figuren ein. Gleichzeitig erhält der behandelte Text eine Prägung seitens der Schüler, die bei der szenischen Umsetzung eigene Erfahrungen und Erlebnisse ins Spiel miteinfließen lassen.
Hat die Methode der szenischen Interpretation im Deutschunterricht bereits einen festen Platz, so ist sie im altsprachlichen Unterricht noch sehr selten anzutreffen.
Das aktuelle Heft bietet daher zahlreiche Anregungen, wie Sie auch im Griechisch- und Lateinunterricht den Prozess der szenischen Interpretation initiieren und gestalten können, um so Ihren Schülern den Weg zu einem tieferen und umfassenderes Verständnis altsprachlicher Literatur zu ebnen.
Gesamtwerk
Werkstatt Grammatik
Die Praxisbeiträge dieser Ausgabe nehmen mehr oder weniger direkt Bezug auf die neuen Bildungsstandards und die Kernlehrpläne der einzelnen Bundesländer und bieten neben kompetenzorientierten Unterrichtsbeispielen Anleitungen zu spielerischen Übungsformen oder eher pragmatischen Lern- und Merkhilfen u.a. zu Klassikern wie dem Ablativus absolutus, der Passiveinführung und den nd-Formen.
Gesamtwerk
Latein und Musik
Sprache und Musik haben Vieles gemeinsam. Klangfarbe, Rhythmus, Melodie und Dynamik gehören zu ihren grundlegenden Elementen. Das Lateinische mit seinem Reichtum an Vokalen und – zumindest in klassischer Zeit – der genauen Beachtung der Silbenlängen lässt dies besonders zur Wirkung kommen. Nicht von ungefähr wurde seine Dichtung meist musikalisch vorgetragen und reizt Komponisten bis heute die Vertonung lateinischer Texte. Noch viel mehr bilden in der Neuzeit antike Stoffe den Inhalt teilweise groß angelegter Kompositionen als herausragender Beispiele für die Rezeption der Antike. Der Basisartikel gibt Ihnen einen Überblick zum Spektrum dieser zahlreichen Vertonungen sowie zu ihren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht und hebt den besonderen Stellenwert auditiver Medien gerade bei Jugendlichen hervor. In den Praxisbeiträgen finden Sie Anregungen zum Einsatz von Vertonungen antiker und mittelalterlicher lateinischer Texte sowie antiker Stoffe aus verschiedenen musikalischen Epochen und in unterschiedlichen Musikgattungen. Neben Klassikern wie dem „Dies irae“ aus den Requien von Mozart und Verdi, Opern wie Glucks „Orfeo ed Euridice“ und Richard Strauss´ „Ariadne auf Naxos“ oder Werken von Carl Orff und Jan Novák befinden sich moderne Popsongs wie „Lass und leben“ von Marius Müller Westernhagen oder Raritäten wie die italienische Oper „Der letzte Tag von Pompeji“ des heute weithin unbekannten, aber keineswegs unbedeutenden Komponisten Giovanni Pacini aus dem 19. Jahrhundert. Da eini ge dieser Einspielungen nicht leicht zu beschaffen sind, haben wir einen Großteil der benötigten Beispiele auf einer CD zusammengestellt, die Sie gesondert beziehen können. Das Magazin präsentiert Ihnen u.a. das „Notenarchiv zur musikalischen Rezeption der Antike“ in Heidelberg, verbunden mit einer Auswahl besonders empfehlenswerter Sekundärliteratur zum Thema.
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Gesamtwerk
Skeptische Sprachreflexion
Nachdenken über Sprache, ihre Bausteine, Mechanismen und Wirkung, gehört zu den wesentlichen Inhalten des altsprachlichen Unterrichts. Im Zentrum steht dabei der Text, seine Erschließung, Übersetzung und Interpretation. Reihenfolge und Gewichtung dieser Elemente sind durchaus variabel und neben Motivation der Lerngruppe und Intention des Unterrichtenden auch abhängig von der Funktion des Textes im Unterricht und – nicht zuletzt – seinem Potenzial. Dieses immer wieder unter verschiedenen Blickwinkeln auszuloten, ist Aufgabe philologischen Arbeitens und steht im Blickpunkt der aktuellen Ausgabe des AU. „Skeptische Sprachreflexion“ meint darin eine kritische Distanz gegenüber dem Vorgegebenen. Das betrifft den Text genauso wie die eigenen Denkmuster. Der einleitende Basisartikel gibt einen Überblick zu unterschiedlichen Ansatzpunkten und führt dies u.a. an Ciceros Tusculanen näher aus. Die Unterrichtseinheiten der Praxisbeispiele unterziehen klassische Grammatik-Themen einer kritischen Betrachtung: Kategorien der Wortarten, Bedeutung und Übersetzung von Indikativ und Konjunktiv sowie Aktiv und Passiv. In andere Bereiche führt die Untersuchung von Formen der interpretatio Romana bei Caesar oder – im AUextra – der Metapher.
Gesamtwerk
Caesar: Imperator Invictus
Die Beiträge dieser Ausgabe nehmen mehrheitlich Caesar als den siegreichen Feldherrn in den Blick oder stellen ihn als solchen in Frage. Beleuchten Sie mit Ihren Schülern anhand verschiedener vorgestellter Werke aber auch Caesars Persönlichkeit aus dem Blickwinkel mehrerer Personen in dessen Umkreis oder entdecken Sie die dämonischen Züge Caesars, wie im Werk "Pharsalia" von Lucan beschrieben. Das Heft bildet auch eine Ergänzung zur vorangegangenen Ausgabe "Caesar: imagines".
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Gesamtwerk
Caesar: imagines
Eher als spät Berufener gehört Caesar seit dem 19. Jahrhundert zum Kanon der Schulautoren und ist seitdem den Geruch von Feldlager und Exerzierplatz nicht so recht losgeworden. Gleichwohl gibt es seit einiger Zeit moderne Ansätze und Schwerpunkte. Dies zeigen auch die Beiträge im vorliegenden Heft, die verschiedene und neue Blickwinkel eröffnen. Sei es durch den Vergleich von Inhalt und Leserführung mit den Techniken visueller Medien wie bei der Darstellung der Eroberung Englands durch William the Conqueror auf dem Teppich von Bayeux, der Comic-Bearbeitung des „Bellum Helveticum“ oder der subtilen Beeinflussung des Zuschauers in dem Film „The Usual Suspects“. Sei es durch das Verlassen eingetretener Pfade in der stärkeren Berücksichtigung der Selbstdarstellung im „Bellum civile“ und der Fremddarstellung im Prozess der Divinisierung Caesars. Die Beiträge beschäftigen sich mit verschiedenen Caesarbildern und Darstellungen Caesars im Bild. Sie sind deshalb unter dem Titel „imagines“ zusammengefasst. Eingeleitet wird das aktuelle Heft mit einem Basisartikel von Jörg Rüpke, der die Bedeutung von historischer Person und Autor und die Entwicklung des Caesar-Bildes in der Forschung vorstellt.
Gesamtwerk
Alte Sprachen und Deutsch
Kenntnisse in Sprache, Literatur und Kultur von Griechen und Römern sind häufig Voraussetzung, um Texte deutschsprachiger Autoren zu verstehen, die sich auf antike Vorlagen beziehen. Genauso aber profitiert der Lateinunterricht von den Lerninhalten des Deutschunterrichts, wie Sprach- und Textverständnis, Zugängen und Interpretationsmethoden. Lesen Sie im Basisartikel, welche Berührungspunkte und welche Kooperationsmöglichkeiten es zwischen den Fächern gibt. Die Praxisbeiträge spannen den Bogen von grundsätzlichen Überlegungen zur Mündlichkeit im Unterricht und fächerübergreifendem Arbeiten, über den Aufbau von Sprach- und Interpretationskompetenz zum intertextuellen Vergleich.
Gesamtwerk
Münzen und Inschriften
Während antike "Orginaltexte" im jahrhundertelangen Prozess der Überlieferung gefiltert, analysiert, variantenreich konstituiert und schließlich neu editiert wurden, erlauben Münzen und Inschriften einen unmittelbaren Zugriff auf die Antike. Sie haben den Reiz des Authentischen, führen in Bereiche, von denen die Texte häufig schweigen – deshalb sollten sie auch einen angemessenen Stellenwert im Unterricht erhalten. Wie diese Medien die Lektüre auflockern und illustrieren, Inhalte ergänzen und ihre Aussage modifizieren zeigen Ihnen die Praxisbeispiele in diesem Heft.
Gesamtwerk
Binnendifferenzierung
Statt den Unterricht an einem fiktiven Durchschnittsschüler auszurichten, gilt es, sich der Heterogenität der Lerngruppe bewusst zu werden und ihr so weit wie möglich Rechnung zu tragen. Die Ausgabe möchte grundlegende Aspekte der Heterogenität skizzieren und einige Anregungen zur Binnendifferenzierung speziell im Lateinunterricht geben.
Gesamtwerk
Drehbuch Antike
Filme sind das Medium unserer Zeit. Die „bewegten Bilder“ sprechen wohl die meisten Menschen unmittelbar an, kommunizieren offene Inhalte und verdeckte Botschaften. In der Filmwissenschaft spricht man deshalb auch von einem „filmischen Text“. Während sich AU 6/05 „Antike im Film“ auf vordergründig antike und antikisierende Filme, also Historien- oder Antikfilme, konzentrierte, kommt in diesem Heft ein anderer Aspekt zum Tragen. Seit seinen Anfängen ist der Film stark geprägt nicht nur von antiken Sujets, sondern auch von einer bewussten Rezeption antiker Rhetorik, Dramaturgie und Literaturtheorie. Außerdem werden einzelne antike Stoffe und Motive – wie auch in anderen Bereichen von Kunst und Literatur – bewusst oder unbewusst in abgewandelter Form tradiert. Anja Wieber spricht deshalb in ihrem Basisartikel von „antiken Subtexten“ in modernen Filmen und erläutert dies an mehreren Beispielen. Umgekehrt können, mit den Augen des Betrachters von heute gesehen, auch antike Texte einen „filmischen Subtext“ in sich tragen. Den Schülerinnen und Schülern sollten exemplarisch diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen und Interpretationsmöglichkeiten vor Augen geführt werden. Dies fördert nicht nur allgemein ihre Medienkompetenz und ihr Bewusstsein für subtile Formen der Antikenrezeption, es bereichert auch die Auseinandersetzung mit antiken Texten und eröffnet neue Horizonte für deren Interpretation. In den Praxisbeispielen wird dies an Filmen verschiedener Zeiten und Gattungen vorgeführt: Szenen aus „Alexander Newski“ von Sergej Eisenstein, „Vertigo“ von Alfred Hitchcock, „Star Wars“ von George Lucas , „Hinter dem Horizont“ von Vincent Ward und „A Midsummer Night‘s Dream“ von Michael Hoffman repräsentieren die antiken Subtexte im Film, eine Schülerproduktion zu Ovids Ars amatoria den filmischen Subtext in antiker Literatur.
Gesamtwerk
Roman
Die Praxisbeispiele dieser Ausgabe beschäftigen sich mit den für den Schulunterricht besonders relevanten Vertretern der "romanhaften Biographie", des "idealisierenden" und des "komisch-realistischen Romans". Verfolgen Sie mit Ihren Schülern einzelne Aspekte innerhalb eines ganzen Werkes, erarbeiten Sie gemeinsam ausgewählte Episoden oder vergleichen Sie Motive und Texte unterschiedlicher Herkunft!
Gesamtwerk
Kaiser Konstantin
Konstantin gilt für viele als Wegbereiter des christlichen Abendlandes. Aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet sollen Konstantins Leben und Taten in dieser Ausgabe rekonstruiert werden. So gehen wir den entscheidenden Stationen auf dem Lebensweg Konstantins nach, dem Aufstieg von illegitimen Tertrarchen zum Alleinherrscher des römischen Reichs und selbst ernannten "13. Apostel". Dabei gilt auch den vielen widersprüchlichen Quellen zu Kaiser Konstantins Charakter und Taten ein besonderer (kritischer) Augenmerk.
Gesamtwerk
Vergil: Rezeption
Die Beiträge dieser Ausgabe repräsentieren den Einfluss Vergils auf Literatur, bildende Kunst und Musik an Beispielen aus der Antike, Mittelalter und Neuzeit.
Gesamtwerk
Kindheit und Jugend in Rom
Für Schülerinnen und Schüler von heute ist es besonders reizvoll, sich mit der Situation ihrer Altersgenossen in der Antike auseinanderzusetzen. Indem sie die Quellen als Spiegelungen älterer Autoren begreifen und interpretieren, lernen sie auf verschiedene Perspektiven und Intentionen zu achten.
Gesamtwerk
Weihnachten
Jesu Wirken und die Ausbreitung des Christentums geschahen vor dem Hintergrund, in Auseinandersetzung mit und schließlich als Teil der griechisch-römischen Kultur. Der altsprachliche Unterricht nähert sich in diesem Themenheft dem Weihnachtsgeschehen als antikem Ereignis und betrachtet es in seinem historisch-politischen und kulturellen Kontext.
Gesamtwerk
Oberstufe
Infolge internationaler Vergleichsstudien und der Diskussion um Standards und Kompetenzen ist in der Bildungspolitik der letzten Jahre einiges in Bewegung geraten. Lehrpläne und Prüfungsbestimmungen wurden und werden neu formuliert. Sie spiegeln in vielen Bereichen aktuelle Entwicklungen und Tendenzen in Gesellschaft und Fachdidaktik wider, wie sie in den beiden Basisartikeln und dem AUextra beschrieben und analysiert werden. Die Herausforderung an die Orientierungsfähigkeit in einer globalisierten Welt und die eigenverantwortliche Persönlichkeitsbildung in sozialem Miteinander sind sehr komplex. Schule und Unterricht müssen darauf reagieren. Neben fachspezifischen Inhalten und Arbeitsweisen gibt es eine Reihe von Ansätzen und Methoden, die auch im altsprachlichen Unterricht – adäquat umgesetzt – neue Sichtweisen und zeitgemäße Zugänge zu Inhalt und Sprache antiker Texte unterstützen. Die Praxisbeiträge zeigen dies am Beispiel kreativer und handlungsorienteriter Arbeitsformen bei der Interpretation antiker Werke. Daneben gewinnen Überlegungen zum Umgang mit und der Aufbereitung von schwierigen Texten zunehmend an Bedeutung. Das selbstständige Arbeiten der Schüler wird besonders gefördert bei der Anfertigung von Facharbeiten und der Erstellung von Präsentationen. Allerdings ist gerade hier auf eine sinnvolle Abstimmung zwischen Inhalten und Darstellungsformen zu achten.
Gesamtwerk
Humanitas und Humanität
Soziale Kompetenz als Bildungsziel altsprachlichen Unterricht geben Original- wie Lehrbuchtexte an vielen Stellen Anlass, bei der Interpretation den Schwerpunkt auf Aspekte wie Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft zu legen. Dabei sind die Schülerinnen und Schüler herausgefordert, den Motiven und den Auswirkungen des Umgangs der Menschen miteinander nachzugehen und – soweit möglich – Bezüge zu eigenen Erfahrungen herzustellen. Die Beiträge dieses Heftes zeigen an unterschiedlichen Themen und Gattungen, wie dieses gelingen kann: Fabel, Roman und Geschichtsschreibung werden ebenso berücksichtigt wie poetische, philosophische und theologische Texte. In besonderer Weise zum Handeln aufgefordert werden die Schüler mit dem Projekt "Compassion", das Erfahrungen eines Sozialpraktikums mit dem Fachunterricht verbindet.
Gesamtwerk
Vergil
Der große Dichter Vergil und seine Werke bilden den Themenschwerpunkt dieses Doppelheftes. Mit Hintergrundinformationen zu Bucolica, Georgica, Eklogen und Aeneis sowie zahlreichen Unterrichtskonzepten verschaffen Sie Ihren Schülern einen Zugang zu dieser anspruchsvollen Unterrichtsreihe und stellen die zeit- und literaturgeschichtlichen Bezüge von Vergils Werken her.
Die Praxisbeispiele: Bringen Sie Ihren Schülern die Klassiker des Vergil näher, indem diese seine Gestaltungsprinzipien und literarische Technik analysieren und mit anderen vergleichen können, z.B. die Darstellung des Orpheus in den Georgica und in den Metamorphosen Ovids sowie die Eigenarten der Hirtengedichte von Vergil, seinem Vorgänger Theokrit und seinem Nachfolger Calpurnius Siculus.
Gesamtwerk
Individuum und Gesellschaft
Die Texte und Materialien dieser Ausgabe geben Ihnen Einblicke in den Zustand und die Entwicklung vor allem der römischen Gesellschaft im 1. Jh. v. und n. Chr., also in der bewegten Zeit des Übergangs von der Republik zum Pinzipat. Antike und moderne Historiker kommen ebenso zu Wort wie Politiker, Dichter und Denker.
Die Praxisbeispiele:Ihre Schülerinnen und Schüler setzten sich z.B. anhand verschiedener Beispiele mit den Vor- und Nachteilen des römischen Stände- und Klientelwesens auseinander, lernen anhand von Texten und Bildern die Besonderheit römischer Wohnkultur kennen oder untersuchen die Personenkritik bei Sallust und Catull.
Autor: Richter, WielandTitel: Alius – me. Ein alternativer Lebensentwurf bei Tibull.Quelle: In: Der altsprachliche Unterricht Latein, Griechisch,(2006) 1, S. 46–53Abstract: Die Verse Tibulls provozieren und fordern zum Nachdenken über die eigene Lebensgestaltung heraus. Die Betonung von Individualität und Einfachheit dürfte bei den Schülerinnen und Schülern auf geteiltes Echo stoßen. Eine gute Voraussetzung für eine spannende Diskussion. (Orig.).Schlagwörter: Unterrichtseinheit, Gesellschaft, Lateinunterricht, Schuljahr 12, Schuljahr 13, Interpretation, Texterschließung, Sekundarstufe II, Altsprachlicher Unterricht, Lebensentwurf, Liebe, Unterrichtsmaterial, Römisches Reich, Gedicht, Tibull, Individualität
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Wortschatzarbeit 2
Wortschatzarbeit ist ein zentraler Aspekt jedes Fremdsprachenunterrichts. Wie der Basisartikel deutlich macht, spiegeln sich darin auch das Selbstverständnis und die Zielsetzung des eigenen Faches wider. Längst hat sich zu diesem Thema die Erkenntnis durchgesetzt, dass es nicht „die eine Methode“ gibt; Vokabellernen ist ein Thema mit vielen Variationen. Es sind gleichermaßen Individualisierung wie Kooperation im Lernprozess gefordert. Besonders für junge und unerfahrene Lerner können die Eltern oder andere Ansprechpartner außerhalb der Schule eine wichtige Rolle spielen, auch wenn sie keine Lateinkenntnisse haben. Deshalb beschreibt das erste Praxisbeispiel einen Elternabend zum Thema Vokabellernen, der wichtige Hilfsmittel vorstellt und das Problembewusstsein schärft. Die folgenden Beiträge modifizieren und erweitern das Repertoire an Lernmethoden und -techniken: Die Vokabelkartei – bereits ausführlich vorgestellt in AU 4/1999 („Wortschatzarbeit 1“) – bewährt sich einmal mehr durch ihre Vielseitigkeit, hier als „Wortschatzzentrale“ im Unterricht. Wie die Schülerinnen und Schüler miteinander und voneinander lernen, zeigt die Vorstellung kooperativer Arbeitsformen. Außerdem lassen sich viele Prinzipien altbekannter und neuer Gesellschafts-, Rätsel- und Quizspiele zum Vokabellernen und -abfragen nutzen. Fortgeschrittene üben die systematische Verwendung von Wortkunde und Wortbildungslehre. Und nicht zuletzt bietet die Vernetzung mit den modernen Fremdsprachen motivierende Möglichkeiten des Vokabeltrainings.
Gesamtwerk
Zeit
Zeit vergeht, verrinnt, verfliegt; Zeit drängt, fordert, läuft ab; Zeit heilt, ist reif und ab und zu, in seltenen Momenten, steht sie still. – Das zeigt: Zeit ist, nicht erst seit Albert Einstein, relativ, ist abhängig von der Einstellung und der Situation des Einzelnen und: Zeit ist, bezogen auf den Menschen, Lebenszeit, ist Sehnsucht und Hoffnung, Verlust und Erfüllung. Im Umgang jedes Menschen mit seiner Zeit zeigt sich, – wenn er frei darüber verfügen kann – was ihm wichtig ist, woher, wohin und wofür er lebt. Und umgekehrt: In der Reflexion über den eigenen Umgang mit der Zeit legt er über diese Fragen Rechenschaft ab. Heute wie in früheren Zeiten. Das ist es, was die Themenbeiträge dieses Heftes vermitteln und was sich direkt oder indirekt in den darin zitierten antiken Quellen widerspiegelt. Entsprechend beschäftigen sie sich explizit mit dem Thema Zeit und Vergänglichkeit oder legen Zeugnis ab vom persönlichen Umgang mit ihr. Immer sind sie auch eine Einladung zum Mit- und Nachdenken, nicht zuletzt zum Überdenken der eigenen Situation und Einstellung. Sei es an einem alttestamentlichen Weisheitsgedicht, sei es an der Zeitökonomie Caesars, an einer philosophischen Betrachtung Augustins oder an der bissigen Zeitkritik Martials und dem Ahnenkult der Römer. In jedem Fall gilt: Zeit ist Wandel. Sie existiert, indem sie vergeht, ist der ewige Übergang vom „nicht mehr“ zum „noch nicht“. Alle Versuche, sie zu beeinflussen, scheinen utopisch. Wichtiger als dies ist daher die Suche nach dem richtigen Zeitpunkt, dem Kairos. Ihm sind AUextra und Miniposter gewidmet. An allen Beiträgen zeigt sich einmal mehr: Zeit ist ein zeitloses Thema.
Gesamtwerk
Latein & Romanische Sprachen
„Parlez-vous français?“ – Nein? – Macht nichts! Das Heft richtet sich nicht (nur) an Lehrerinnen und Lehrer, die schon perfekt Französisch, Italienisch oder Spanisch sprechen: „Docendo discitur“. „Latein und romanische Sprachen“ ist ein Thema für alle, die Latein unterrichten, auch für die, die keine dieser modernen Fremdsprachen als Zweitfach haben und natürlich für alle ihre Schüler. Lateinkenntnisse zum Erlernen romanischer Sprachen systematisch und effizient zu nutzen, ist ein wesentlicher Aspekt in den Beiträgen dieses Heftes. Hier werden Anstöße gegeben, um Verstehensprozesse in Gang zu setzen für ein zunehmend selbstverantwortliches Lernen, auch außerhalb der Schule. Ein anderer Aspekt besteht darin, Funktion und Veränderung von Sprache zu reflektieren und besonders die Dynamik der lateinischen Sprache bewusst zu machen, die bis in die Gegenwart fortwirkt. Basisartikel und Praxisbeispiele werben für eine Öffnung und Kooperation der Fächer in Inhalten, Methoden und Unterrichtsorganisation. Wie sich das umsetzen lässt, hängt natürlich von der Situation an der Schule und den persönlichen Voraussetzungen ab. Um Hemmnisse gerade bei der Aussprache der modernen Texte abzubauen, finden Sie die im Material angebotenen Texte von Muttersprachlern gesprochen auf einer Audio-CD, die parallel zu diesem Heft erscheint. Gleichzeitig will das Heft dazu anregen diese Aspekte des fächerübergreifenden Sprachunterrichts nicht nur der persönlichen Motivation des Einzelnen zu überlassen, sondern zu einem verbindlichen Baustein bereits in der Lehrerausbildung zu machen, so wie dies etwa mit der Neugestaltung der Studiengänge an der Universität Innsbruck geschieht (vgl. AU 6/2004, 46 ff.). Nicht zuletzt greift der Lateinunterricht damit auch ein Ziel europäischer Sprachenpolitik auf, die mit einer multilingualen Sprachkompetenz um bessere Verständigung und mehr Verständnis zwischen den Menschen in Europa wirbt.
Gesamtwerk
Antike im Film
Der Antikfilm erlebt eine Renaissance. Nach den Monumental-Klassikern der 50er und 60er Jahre füllen heute Achill, Alexander und Co. wieder Leinwände und Kinosäle. Allmählich beginnt sogar die Altertumswissenschaft sich dafür zu interessieren. Antikfilme sind eine, wenn nicht sogar die Form zeitgenössischer Antikenrezeption, mit der die Vorstellungen von und die Einstellung zu der Welt der Griechen und Römer entscheidend geprägt werden. Der altsprachliche Unterricht darf dies nicht außer Acht lassen. Für die meisten Schülerinnen und Schüler gehört der Filmkonsum zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Ziel des Unterrichts ist es, sie zu einem bewussten und kritischen Umgang damit anzuleiten und die Bedeutung des Films als Vermittler von Antike zu hinterfragen und zu würdigen. Dies verlangt wiederum von Lehrerinnen und Lehrern ein hohes Maß an medienpädagogischer Kompetenz. Die Praxisbeispiele geben exemplarisch Einblicke und Anleitungen zu gezielter Arbeit mit und an Filmen. Neben der Rezeption und Analyse bildet die Filmproduktion einen zweiten Schwerpunkt. Darüber hinaus finden Sie im Basisartikel, dem AUkompakt und in den Magazin-Beiträgen weitere Informationen und Anregungen zu Systematisierung, Geschichte, Interpretationsaspekten und Einsatzmöglichkeiten auch von Filmen, die auf den ersten Blick wenig oder nichts mit der Antike zu tun haben.
Gesamtwerk
Bewertung "mündliche Mitarbeit"
Mündliche Noten stehen in einem Spannungsfeld: Einerseits umfassen sie den größten und sehr heterogenen Teil der Schüleraktivitäten, andererseits werden Kriterien und Gewichtung sehr unterschiedlich gehandhabt. Mitunter sind sie deswegen dem Verdacht des Subjektiven und Willkürlichen ausgesetzt. Transparenz und Vergleichbarkeit gehören daher zu ihren elementaren Voraussetzungen. Dies spiegelt der „Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen“ (GER) wider. Formuliert im Auftrag des Europarats, soll er die Ziele und Bewertungskriterien des stark an der Kommunikation orientierten Unterrichts in modernen Sprachen vereinheitlichen. Vieles davon lässt sich auf den altsprachlichen Unterricht übertragen oder spezifisch ersetzen bzw. ergänzen. Vor allem bietet er eine Orientierung für Lehrer wie für Schüler und steht für eine bestimmte „Bewertungskultur“. Denn Bewerten heißt nicht nur benoten, sondern beobachten und beraten, kritisieren und anerkennen, korrigieren und ermutigen, herausfordern und zuhören. „Bewerten mündlicher Mitarbeit“ bezeichnet damit einen Prozess im Dialog, der nur gelingen kann auf der Grundlage von Vertrauen. Offenheit und Respekt, Reflexion und Selbstbewusstsein sind Schlüsselaspekte, die die Beiträge im Thementeil durchziehen. Das AUextra stellt ein Modell der Universität Innsbruck vor, das die Intention des GER aufgreift und bereits in der Lehrerausbildung das Studium der verschiedenen Sprachen aufeinander abstimmt. Im Magazin erwartet Sie Nachdenkliches und Erheiterndes aus Altertum und Neuzeit. Viel Vergnügen beim Lesen!
Gesamtwerk
Selbstdarstellung
Basisartikel Michaela Brusch Selbstdarstellungen in der Literatur der Antike Praxisbeispiele Norbert Siemer Das eigene Leben im Spiegel der Geschichte Die Selbstdarstellung Sallusts als Ausgangspunkt der Sallust-Lektüre Karl-Heinz Niemann Ein "unkonventioneller" Experte Ovids Selbstdarstellung in der Ars amatoria Jörg Pfeifer Der unvermeidliche Aufstieg des Gaius O. Augustus: Vom Privatus zum Pater Patriae Frank Oborski Wer A sagt, muss auch B sagen oder: Vom Denken, das Flügel verleiht Augustinus und Boethius Maria Krichbaumer Selbstdarstellung als Selbstrechtfertigung Abaelards "Historia Calamitatum" AUextra Rainer Nickel Ovid und Lukian am Scheideweg Magazin Winnie ille Pu ? Ein englischer Kinderbuchklassiker auf Lateinisch (Sabine Pfefferer) Marc Aurel in Selbstzeugnis und Bildnis (Eva Boder) Miniposter: Das Reiterstandbild des Marc Aurel (Eva Boder) Tipps und Termine
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