Unterrichtsmaterialien Römische Architektur: Ganze Werke Seite 2/2
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Latein
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Gesamtwerk
Individuum und Gesellschaft
Die Texte und Materialien dieser Ausgabe geben Ihnen Einblicke in den Zustand und die Entwicklung vor allem der römischen Gesellschaft im 1. Jh. v. und n. Chr., also in der bewegten Zeit des Übergangs von der Republik zum Pinzipat. Antike und moderne Historiker kommen ebenso zu Wort wie Politiker, Dichter und Denker.
Die Praxisbeispiele:Ihre Schülerinnen und Schüler setzten sich z.B. anhand verschiedener Beispiele mit den Vor- und Nachteilen des römischen Stände- und Klientelwesens auseinander, lernen anhand von Texten und Bildern die Besonderheit römischer Wohnkultur kennen oder untersuchen die Personenkritik bei Sallust und Catull.
Autor: Richter, WielandTitel: Alius – me. Ein alternativer Lebensentwurf bei Tibull.Quelle: In: Der altsprachliche Unterricht Latein, Griechisch,(2006) 1, S. 46–53Abstract: Die Verse Tibulls provozieren und fordern zum Nachdenken über die eigene Lebensgestaltung heraus. Die Betonung von Individualität und Einfachheit dürfte bei den Schülerinnen und Schülern auf geteiltes Echo stoßen. Eine gute Voraussetzung für eine spannende Diskussion. (Orig.).Schlagwörter: Unterrichtseinheit, Gesellschaft, Lateinunterricht, Schuljahr 12, Schuljahr 13, Interpretation, Texterschließung, Sekundarstufe II, Altsprachlicher Unterricht, Lebensentwurf, Liebe, Unterrichtsmaterial, Römisches Reich, Gedicht, Tibull, Individualität
Gesamtwerk
Zeit
Zeit vergeht, verrinnt, verfliegt; Zeit drängt, fordert, läuft ab; Zeit heilt, ist reif und ab und zu, in seltenen Momenten, steht sie still. – Das zeigt: Zeit ist, nicht erst seit Albert Einstein, relativ, ist abhängig von der Einstellung und der Situation des Einzelnen und: Zeit ist, bezogen auf den Menschen, Lebenszeit, ist Sehnsucht und Hoffnung, Verlust und Erfüllung. Im Umgang jedes Menschen mit seiner Zeit zeigt sich, – wenn er frei darüber verfügen kann – was ihm wichtig ist, woher, wohin und wofür er lebt. Und umgekehrt: In der Reflexion über den eigenen Umgang mit der Zeit legt er über diese Fragen Rechenschaft ab. Heute wie in früheren Zeiten. Das ist es, was die Themenbeiträge dieses Heftes vermitteln und was sich direkt oder indirekt in den darin zitierten antiken Quellen widerspiegelt. Entsprechend beschäftigen sie sich explizit mit dem Thema Zeit und Vergänglichkeit oder legen Zeugnis ab vom persönlichen Umgang mit ihr. Immer sind sie auch eine Einladung zum Mit- und Nachdenken, nicht zuletzt zum Überdenken der eigenen Situation und Einstellung. Sei es an einem alttestamentlichen Weisheitsgedicht, sei es an der Zeitökonomie Caesars, an einer philosophischen Betrachtung Augustins oder an der bissigen Zeitkritik Martials und dem Ahnenkult der Römer. In jedem Fall gilt: Zeit ist Wandel. Sie existiert, indem sie vergeht, ist der ewige Übergang vom „nicht mehr“ zum „noch nicht“. Alle Versuche, sie zu beeinflussen, scheinen utopisch. Wichtiger als dies ist daher die Suche nach dem richtigen Zeitpunkt, dem Kairos. Ihm sind AUextra und Miniposter gewidmet. An allen Beiträgen zeigt sich einmal mehr: Zeit ist ein zeitloses Thema.