Unterrichtsmaterialien Geschichte: Ganze Werke Seite 2/5
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Geschichte
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Wochenschau Verlag
Gesamtwerk
Jüdisches Leben in Deutschland
2021 wurde das Festjahr „321–2021: 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ begangen. Syvia Löhrmann, ehemalige Ministerin für Schule und Weiterbildung in NRW, stellt Unterrichtsprojekte vor, die in diesem Zusammenhang entstanden sind. Auch der Beitrag von Ulrich Hausmann zeigt anhand konkreter Beispiele, wie vielfältig die deutsch-jüdische Geschichte in- und miteinander verwoben ist. Darüber hinaus stellt dieses Heft neue interdisziplinäre Forschungen zur mittelalterlichen Monumentalmikwe in Köln vor und erläutert dessen museale Vermittlung, setzt sich mit einem der wichtigsten Akteure im deutsch-jüdischen Kultursystem in Kaiserreich und Weimarer Republik auseinander, dem "Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens", und führt vor Augen, wie die Kooperation mit einem außerschulischen Lern-, Gedenk- und hier auch Spielort – der Ehemaligen Synagoge Kippenheim – für die Schule auf vielfältige Weise fruchtbar gemacht werden kann.
Gesamtwerk
Deutsche Revolution 1848/49
Auf Basis zahlreicher Primärquellen orientieren sich die Arbeitsblätter des Heftes zur Revolution von 1848/49 an den didaktischen Kategorien der Problemorientierung und Kontroversität. Dabei finden vielfältige Methoden und Sozialformen Verwendung.
Gesamtwerk
Deutsches Kaiserreich - ein neuer Blick zurück
Eckart Conze richtet seinen Blick auf die jüngste Debatte über das Kaiserreich und seinen Ort in der deutschen Geschichte. Er verfolgt dabei zum einen historiographische Entwicklungen, nicht zuletzt die Historisierung des Kaiserreichs nach 1945, und diskutiert die Bedeutung der Sonderwegsthese in diesem Zusammenhang; zum anderen fragt er nach den Gründen gegenwärtiger Bemühungen in Wissenschaft und Öffentlichkeit, die Geschichte des Nationalstaats von 1871 zu entproblematisieren und nicht zuletzt die Geschichte des Kaiserreichs vom Aufstieg, der Machtübernahme, der Herrschaft und den Verbrechen des Nationalsozialismus zu trennen. Darüber hinaus richtet der Beitrag exemplarisch einen kritischen Blick auf zentrale Entwicklungen der Zeit nach 1871: von der politisch-konstitutionellen Ordnung über die Dynamiken der Fundamentalpolitisierung bis hin zur Außen- und Kolonialpolitik. Vor dem Hintergrund der aktuellen Kaiserreichsdebatte lotet Christine Krüger Potenziale und Schwierigkeiten der transnationalen und vergleichenden Kaiserreichsgeschichte aus. Exemplarisch nimmt sie dazu Antisemitismus, die Frauenbewegung und die bürgerliche Sozialreform in den Blick.
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Gesamtwerk
Das deutsche Kaiserreich
Wie modern war das Kaiserreich? Die Geschichtswissenschaft streitet heftig über diese Frage, und sie ist auch aus didaktischer Sicht äußerst produktiv. Obrigkeitsstaatlichkeit, Militarismus und Klassenschranken stehen beispielhaft für repressive und retardierende Traditionsüberhänge. Demgegenüber hebt die jüngere Forschung verstärkt progressive Tendenzen hervor wie etwa Massenpolitisierung, Frauenbewegung und Kommunikationsrevolution. Das Themenheft bringt diese schillernde Ambivalenz durch seine komplementäre Anlage zum Ausdruck: Antimoderne und zukunftsweisende Aspekte der Epoche wechseln einander ab und nehmen antithetisch aufeinander Bezug. Die ausgewählten Materialien, weit überwiegend Primärquellen, sind auf Kontroversität und Multiperspektivität hin angelegt. Das Basismodul ist für Lernende beider Sekundarstufen geeignet, während sich ein Erweiterungsmodul im Sinne der Differenzierung insbesondere an Schüler*innen der Oberstufe richtet.
Gesamtwerk
Jüdische Geschichte in Deutschland vor 1933
Seit etwa 1700 Jahren ist deutsche Geschichte immer auch jüdische Geschichte. Diese Gegenseitigkeit auf Verfolgung und Shoa zu reduzieren, greift zu kurz. Jüdinnen und Juden erfuhren in Deutschland unterschiedliche Phasen: neben Verfolgung und Bedrohung gab es auch Perioden der Konsolidierung, des friedfertigen Miteinanders sowie der kulturellen, geistigen und ökonomischen Blüte. Dieses Heft nimmt alle diese Aspekte auf und macht sie anhand beispielhafter Stationen aus unterschiedlichen Epochen für den Geschichtsunterricht sichtbar. Das sofort einsetzbare Arbeitsmaterial kann entweder ergänzend zum regulären Geschichtsunterricht oder als separater Längsschnitt verwendet werden.
Verwandte Themen
Gesamtwerk
Extremismus in der deutschen Geschichte
Politischer Extremismus durchzieht in unterschiedlichen Formen die deutsche Geschichte. Die Beschäftigung mit seinen Ausprägungen und Ursachen ist ein wichtiger Bestandteil demokratischer Bildung. Dieses Heft hilft, den exemplarischen und nach Möglichkeit vergleichenden Blick auf extremistische Bewegungen, Strukturen und Entstehungsgründe zu schärfen. Die zahlreichen Materialien in diesem Heft ermöglichen Schülerinnen und Schülern eine Auseinandersetzung mit dem Thema anhand folgender Schwerpunkte: 1848 – „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“, 1918 und Weimar – „Republik ohne Republikaner“, 1968 und RAF – „Macht kaputt, was Euch kaputtmacht!“, Extremismus nach 2000 – „Weg mit dem System!“
Gesamtwerk
Strittige Erinnerung
Über die Erinnerung an Vergangenes und Erinnerungskultur wird vielfältig gestrittenen. Die Beiträge dieser Ausgabe behandeln Formen des Erinnerns an den Holocaust und deren mögliche Einordnung in den Horizont deutscher Kolonialverbrechen (Beitrag Arnd Bauerkämper) sowie das höchst aktuelle Thema (post-)kolonialer Provenienzforschung (Oussounou Abdel-Aziz Sandja). Philipp Bernhard entwickelt Leitlinien für einen Geschichtsunterricht durch die "postkoloniale Brille", Ulrich Bongertmann diskutiert anhand des neuen Berliner Humboldt Forums Fragen zur künftigen deutschen Geschichtskultur. Wie sich unterschiedliche bzw. sich widersprechende Geschichtsbilder ganz konkret auswirken können, erläutert Jan Kusber anhand des Ukraine-Krieges. Schließlich untersucht Dominik Herzner in einer empirischen Studie den didaktischen Mehrwert von Stadtführungen für unterschiedliche Lerngruppen.
Gesamtwerk
Serien im Geschichtsunterricht
„Babylon Berlin“ gilt als die bislang erfolgreichste und teuerste deutsche Fernsehserie. Sie prägt unser Bild der Weimarer Republik, indem sie selber mit historischen Bildern spielt. Der Beitrag von Hanno Hochmuth und Bettina Köhler widmet sich sowohl der detailverliebten Abbildungsebene als auch dem Geschichtsbild von „Babylon Berlin“. Es wird gezeigt, wie in der Serie Abstriche von der historischen Genauigkeit gemacht werden und wie hierbei Geschichtsvergessenheit und Geschichtsversessenheit aufeinandertreffen. Darüber hinaus geht es um den Bildgebrauch in einer Serie, in der die Produktion von Bildern ständig thematisiert wird. Im Hinblick auf den Einsatz von „Babylon Berlin“ im Schulunterricht wird diskutiert, wie historische Filme und Serien dabei helfen können, einen multiperspektivischen Blick auf die Geschichte zu richten, und warum Filmkompetenz eine wichtige historische Kompetenz bildet. Geschichtliche Serien mit komplexer Story und Narrationsstruktur, einer oftmals opulenten Ausstattung und historischen Bezügen liegen im Trend. Englischsprachige sowie deutsche Produktionen stehen nicht nur in der Gunst von Jurymitgliedern sehr hoch, sondern sind auch beim Publikum überaus beliebt und führen zu millionenfachen Abrufen in Mediatheken und Streamingangeboten. Durch die länger zur Verfügung stehende erzählte Zeit, eine starke emotionale Bindung an die eingeführten Figuren und dramatisch zugespitzte Handlungsverläufe entfalten Geschichtsserien eine große Wirkmacht und prägen Vorstellungen der Zuschauer*innen über die historischen Ereignisse bzw. Epochen. Dies muss keineswegs negativ sein, sondern lässt sich gewinnbringend für historische Lernprozesse nutzen, wie Britta Wehen-Peters in ihrem Beitrag beschreibt. Indem Schüler*innen sich mit Fragen nach den produktseitigen Darstellungsstrategien und den individuellen Aneignungsprozesse auf Rezipientenseite auseinandersetzen, lassen sich sowohl Einsichten in Grundprinzipien von Geschichte als auch in geschichtskulturelle Diskussionen gewinnen.
Gesamtwerk
Antisemitismus in der Geschichte
Antisemitismus ist alt und aktuell zugleich. Mal tritt er offen zutage, mal kommt er versteckt daher. Immer folgt er ähnlichen Stereotypen. Deshalb ist die Aufklärung über und die Bekämpfung des Antisemitismus eine elementare Aufgabe in der Bildungsarbeit. Dieses Heft stellt repräsentative Zeugnisse zur Geschichte und Gegenwart der Judenfeindlichkeit vor. Dabei werden die verschiedenen Varianten des Antisemitismus berücksichtigt. Neben einigen kanonischen Texten umfasst das Heft eine Vielzahl meist unbekannter Materialien, die für einen abwechslungsreichen Unterricht sorgen. Sie regen die Lernenden an, das Thema individuell oder in Kleingruppen zu vertiefen.
Gesamtwerk
Denkmäler im Geschichtsunterricht thematisieren
Denkmäler geben Auskunft, welche Bestandteile der Vergangenheit für eine Gruppe von Menschen bewahrenswert erschienen, was nicht vergessen werden sollte. Für den Geschichtsunterricht sind sie deshalb ein überaus geeignetes Medium: Sie bieten Interpretationen und Instrumentalisierungen der Vergangenheit aus und zu verschiedenen Zeiten an. Ihnen wohnt erhebliches Lernpotenzial inne. Die Materialien in diesem Heft ermöglichen es Schülerinnen und Schülern, sich mit Denkmälern als vielschichtigen Zeugnissen der Geschichtskultur auseinanderzusetzen. Anhand konkreter Beispiele wird auch methodisches Wissen vermittelt, das zur Betrachtung von Denkmälern vor Ort angewandt werden kann.
Gesamtwerk
The Versailles Treaty
Bis heute schwelt eine Debatte darüber, welchen Anteil „Versailles“ am Niedergang der Weimarer Republik hatte. Die alte Auffassung von einem schicksalhaft vorgezeichneten Weg, der von der Pariser Konferenz und ihren Friedensverträgen in die Jahre 1933/39 führte, ist inzwischen überholt. Die Frage nach den Zusammenhängen zwischen 1919, 1933 und 1939 – sowohl als reale Belastung wie auch als „psychologische, propagandafähige Potenz“ – bleibt aber aktuell. Weil die Pariser Vorortverträge auch kulturübergreifende, globale und universale Phänomene und Sachverhalte („14 points“, „League of Nations“) umfassen und dabei zugleich eine britische, amerikanische und französische Perspektive auf eine wichtige Epoche der deutschen Geschichte ermöglichen, eignet sich das Thema wie nur wenige andere ganz besonders für den bilingualen Geschichtsunterricht oder auch als bilinguales Modul im regulären Unterricht.
Gesamtwerk
Mittelalter
Aussagen über Ausbrüche und Auswirkungen von Seuchen finden sich in mittelalterlich-frühneuzeitlichen Schriftquellen unterschiedlicher Art. Anhand ausgewählter Beispiele werden im Beitrag von Kay Peter Jankrift die Besonderheiten der verschiedenen Zeugnisse im Hinblick auf Möglichkeiten und Grenzen der Interpretation des Seuchengeschehens aufgezeigt. Norbert Schmeiser beschäftigt sich kritisch mit dem Topos der Juden als Sündenböcke zur Erklärung von spätmittelalterlichen Judenpogromen, der immer wieder in Geschichtsbüchern reproduziert wird. Schulbuchempfehlungen legen hingegen nahe, Perspektiven aus der jüdischen Gemeinschaft zu vermitteln. Unabhängig vom Mittelalterschwerpunkt untersucht Gerrit Dworok die Transformation des Osmanischen Reichs zur Republik Türkei als Beispiel exemplarisch-interkulturellen Geschichtslernens. Er erläutert fachdidaktische Hintergründe und stellt ein Modell vor, wie interkulturell orientierte Unterrichtseinheiten auch unabhängig von curricularen Neujustierungen in den Alltag des Geschichtsunterrichts eingebaut werden können. Sein Beitrag enthält auch Quellenmaterial für den Unterricht. Karl-Hermann Rechberg analysiert, wie anhand von NS-Propaganda ein kritischer Umgang mit politischer Inszenierung eingeübt werden kann und welche Hürden dabei umgangen werden müssen. Experten warnen beispielsweise davor, bei der Konfrontation Lernender mit nationalsozialistischer Selbstinszenierung die Perspektive der Urheber zu transportieren. Empirische Daten anhand einer Untersuchung zu Lernerfahrungen von Schulklassen auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg zeigen, dass diese Gefahr immer noch besteht. Anhand dieser Daten werden konkrete Herausforderungen für die pädagogische Auseinandersetzung herausgearbeitet und drei didaktische Lösungsvorschläge für instruktionale Lehr-Lern-Formate formuliert.
Gesamtwerk
Die Kreuzzüge
Die Kreuzzüge sind das klassische Paradigma interkultureller Kontakte zwischen Christentum und Islam in der Vormoderne. In den aktuellen Lehr- und Bildungsplänen ist das Thema präsent wie nie zuvor. Das Themenheft erschließt in kopierfähig aufbereiteten Modulen die fachdidaktischen Kategorien, Ursachen und Motive, Gewaltlegitimation (Heiliger Krieg versus Dschihad), reziproke Fremdwahrnehmung, Alteritätserfahrung und Adaptionspraktiken, Konflikt und Kooperation, Umgang mit Geschichte (Mythos Kreuzzug: Ridley Scotts „Königreich der Himmel“) sowie Gegenwartsrelevanz (Kreuzzug als Topos in der islamistischen Propaganda). Die ausgewählten Materialien, mehrheitlich Primärquellen, folgen den fachdidaktischen Prinzipien der Multiperspektivität und Kontroversität. Sie sind problemorientiert angelegt und bieten den Lernenden zahlreiche Gelegenheiten zur arbeitsteiligen Erschließung sowie zu Sach- und Werturteilsbildungen. Die Unterrichtsreihe schließt mit einer Klausur zur Lernerfolgskontrolle.
Gesamtwerk
Gesellschaftslehre – ein Trendfach?
Das Fach Gesellschaftslehre bzw. Gesellschaftswissenschaften integriert die traditionellen Schulfächer Geschichte, Geografie und „Politische Bildung“ (Politik, Gemeinschaftskunde oder Sozialkunde) zu einem eigenständigen Unterrichtsfach. Manche Bildungsexperten haben das Integrationsfach zum „Trendfach“ erhoben. Andere Stimmen aus dem Schulbereich sind dagegen nach einigen Jahren mit negativen Erfahrungen in der Bilanz eher skeptischer geworden, da letztlich die Lehrkräfte ihre Gestaltungsfreiheit so nutzen, dass sie den Herausforderungen durch das fachfremde Unterrichten möglichst aus dem Wege gehen. Die vollmundig angekündigte Integration der Perspektiven bleibt oft ein leeres Versprechen. In diesem Heft beurteilen verschiedene Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Blickwinkeln Vor- und Nachteile, Erfahrungen und die Perspektiven des Faches.
Gesamtwerk
Leitfaden Referendariat im Fach Gesellschaftswissenschaften
Der Leitfaden „Referendariat Gesellschaftswissenschaft“ weist erstmals einen eigenständigen theoretischen Rahmen für das Fach Gesellschaftswissenschaften aus. Er bildet somit eine hervorragende Grundlage für das Referendariat und für alle, die das Fach unterrichten. Alle Überlegungen werden an Unterrichtsbeispielen zum Thema Migration veranschaulicht. Er ist als Arbeitsbuch für die Nutzung im Schulalltag konzipiert. Verfasst wurde der Leitfaden von Expertinnen und Experten aus allen Phasen der Lehrkräftebildung, die sich im bundesweiten Netzwerk Fach Gesellschaftswissenschaften zusammengeschlossen haben.
Gesamtwerk
Deutungskämpfe
Deutungskämpfe sind das Thema des diesjährigen Historikertages in München. In einem Interview erläutert Prof. Dr. Eva Schlotheuber, Vorsitzende des Verbandes der Hirstorikerinnen und Historiker Deutschlands, welche Bedeutung Deutungskämpfe heute innerhalb von politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatte haben und um welche Deutungen konkret gestritten wird. Leonhard Schumacher vergleicht in seinem Beitrag "Republiken am Abgrund: Triumvirat und Ermächtigungsgesetz" historische Vorgänge in der Antike und der Moderne: Die im Detail vielfach untersuchten Probleme der lex Titia vom November 43 v. Chr. und des sogenannten Ermächtigungsgesetzes Hitlers vom März 1933 bieten aus der Rückschau in Methode, Zielsetzung und Wirkung deutlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.
Gesamtwerk
Vor- und Frühgeschichte
Wir wissen sehr wenig über die Vor- und Frühgeschichte, jeder neue Fund kann die bisherigen Erkenntnisse grundlegend infrage stellen. Gerade auf jüngere Kinder übt diese Zeit aber eine große Faszination aus. Das Thema ist also ein guter Ausgangspunkt, um Schülerinnen und Schüler für Geschichte zu begeistern. Das vorliegende Heft bietet zahlreiche Arbeitsblätter, damit das gelingt. Die Materialien ermöglichen Schülerinnen und Schüler eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Vor- und Frühgeschichte über das Schulbuch hinaus. Bei Kindern beliebte Themen wie Stonehenge und der Ötzi sind bewusst in das Heft aufgenommen.
Gesamtwerk
Digitale Spiele im Geschichtsunterricht
Digitale Spiele sind fester Bestandteil der Kultur und Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern. Vielfach behandeln sie historische Themen und prägen somit Vorstellungen von Geschichte. Dieses Heft erschließt digitale Spiele als Medium für das historische Lernen und wirbt für einen bewussten und reflektierten Umgang mit ihnen im Unterricht. Die zahlreichen im Heft versammelten Materialien ermöglichen die Behandlung eines bisher kaum erschlossenen Genres im Geschichtsunterricht. Schülerinnen und Schüler lernen so, ein äußerst populäres geschichtskulturelles Produkt kritisch zu hinterfragen. Dies sorgt für eine hohe Motivation und stärkt zugleich die Kompetenz im Umgang mit dem Medium.
Gesamtwerk
Revolutionen in der Geschichte
Die in diesem Heft versammelten Materialien ermöglichen die Behandlungen von Revolutionen als Längsschnitt im Geschichtsunterricht. Die Ausrichtung entspringt der Überzeugung, dass Schüler*innen über Längsschnittthemen eher angeregt werden, in größeren Zusammenhängen zu denken und damit auch ihre narrativen Kompetenzen zu stärken. Längsschnitte leisten durch Gegenwartsbezüge einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung. Zu historischer Bildung können sie beitragen, wenn es im diachronen Vergleich gelingt, über die Analyse der Quellen dem Phänomen der Standortgebundenheit auf die Spur zu kommen und so schließlich auch eine historische Selbstreflexion zu entwickeln.
Gesamtwerk
Historisches Lernen auf Distanz
Der Beitrag von Kathrin Klausmeier bietet erste empirische Einsichten in die radikalen Veränderungen des Geschichtsunterrichts durch das pandemiebedingte Distanzlernen im Jahr 2020. Der verbreiteten These des Modernisierungsschubs für den Unterricht, der sich durch die Umstellung von konventionellem auf digitalisierten Unterricht ergebe, wird eine domänenspezifische Analyse der Unterrichtspraxis aus GeschichtslehrerInnensicht entgegengestellt. Marcel Mierwald beleuchtet den aktuellen Trend hin zu digitalen Medien im Geschichtsunterricht bei gleichzeitig in Studien konstatierter geringer Lernwirksamkeit. Mit Blick auf eine eigene Studie aus dem Jahr 2020 stellt er die Wirkung unterschiedlicher Medien auf den Erwerb historischer Kompetenzen dar und zieht schließlich Schlussfolgerungen für möglichst wirksames historisches Lehren und Lernen in Zeiten des digitalen Wandels. Populäre Medienformate sind aktuell deutlich stärker in den Fokus der Geschichtsdidaktik geraten. Das digitale Spiel markiert hierbei eines der derzeit erfolgreichsten Medienformate. Digitale Spiele historisieren – sie verbreiten Geschichtsbilder, die es zu analysieren, zu kritisieren aber auch lernwirksam im Geschichtsunterricht einzusetzen gilt. Am Beispiel von Die Sims Mittelalter wird im Beitrag von Daniel Milch dargelegt, welche Rolle die Vermarktung digitaler Spiele bei der Darstellung von Geschichte spielt, sowie ein exemplarischer Unterrichtsentwurf für die Thematisierung in der Sekundarstufe I skizziert. Weitere Erfahrungsberichte aus dem Geschichtsunterricht in Pandemiezeiten runden das Heft ab.
Gesamtwerk
Außerschulische Lernorte
Außerschulische Lernorte sollen im erfahrungsarmen Fach Geschichte für Authentizität und Anschaulichkeit sorgen. Diese Erwartung ist berechtigt, doch sie lässt sich nur verbunden mit einer geschichtsdidaktischen Qualifizierung in dem Sinne erfüllen, dass an diesen Orten historisches Lernen ermöglicht wird. Oft wird allerdings bereits der emotionale Überschuss, den solche Orte oft bieten und der Schülerinnen und Schüler in ihren Bann zu ziehen vermag, für historisches Lernen gehalten. Ganz besonders trifft das auf Gedenkstätten zu, die neben ihren wissenschaftlichen Bestrebungen immer auch Teil der Erinnerungskultur oder sogar der Geschichtspolitik sind. Das steht bei Besuchen oft nicht im Mittelpunkt, so dass es weniger zu einer reflektierten Auseinandersetzung als zu einer affirmativen Übernahme von vorgefertigten Urteilen kommt. Der Beitrag von Markus Bernhardt zeigt, dass historische Gedenkorte und andere Repräsentation der Erinnerungskultur ihr Potenzial für historisches Lernen nur dann entfalten können, wenn der funktionale Gedenk- oder Erinnerungsakt überschritten wird und die Repräsentationen selbst zum Gegenstand der Reflexion werden. Aus der Zeit römischer Besatzung und Provinzialisierung finden sich bis heute unzählige Hinterlassenschaften in Deutschland. Eine Vielzahl an Museen und archäologischen Parks präsentieren diese Funde und etablieren sich zunehmend offensiver als Lernangebote. Experimentelle Archäologie, themenorientierte Workshops sowie vielfältige Mitmach- und Unterhaltungsangebote bestimmen die erwartete Zugänglichkeit zur antiken Welt. Interessante und spektakuläre Inszenierungen können jedoch dazu verleiten, den kritischen Blick auf das Verhältnis zwischen Spuren aus der römischen Zeit und einer modernen Deutung zu verlieren. Der Beitrag von Thomas Must bietet didaktischmethodische Überlegungen, um dafür zu sensibilisieren. Zwei weitere Schwerpunktbeiträge befassen sich mit didaktischen Aspekten von Gedenkstättenbesuchen in Berlin und mit Museumsbesuchen.
Gesamtwerk
Epochenwandel 1989
Die Ereignisse vom November 1989 waren noch kurz zuvor für keinen Zeitgenossen vorhersehbar und doch veränderten Sie die Zukunft Deutschlands und Europas einschneidend und haben Auswirkungen bis in die Gegenwart. Im Geschichtsunterricht lässt sich ein derart komplexer ereignisgeschichtlicher Gesamtzusammenhang nur durch exemplarisches Lernen an Kernaspekten bewältigen. Die zahlreichen Unterrichtsmaterialien in diesem Heft ermöglichen es Schülerinnen und Schülern sich dem Thema Schritt für Schritt vertiefend zu nähern. Gegenstände sind die dabei die Ursachen der Revolution, konkrete Ausprägungen des Protests, die Frage nach dem Charakter der Revolution, die internationale Dimension sowie die wirtschaftliche Transformation. Dokumente über die Rezeption der Wiedervereinigung, die juristische Aufarbeitung und bis in die Gegenwart reichende Debatten schließen das Heft ab.
Gesamtwerk
Denkmäler im Geschichtsunterricht
Denkmäler verknüpfen die drei Zeitebenen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander und sind Medien des kollektiven Gedächtnisses. Sie geben Auskunft, welche Bestandteile der Vergangenheit für eine Gruppe von Menschen bewahrenswert erschienen. Allerdings sind sie auch nicht unumstritten. Im Laufe der Zeit verstärkten sich Diskussionen und Debatten über die Denkmalwürdigkeit dargestellter Personen oder erinnerter Ereignisse oftmals noch. Denkmäler enthalten also ein erhebliches historisches Lernpotential und sind daher für den Geschichtsunterricht überaus geeignete Medien. Der vorliegende Band zeigt zahlreiche methodische Möglichkeiten auf, wie man Denkmäler sinnvoll im Geschichtsunterricht thematisieren kann.
Gesamtwerk
Alltag in der DDR
DDR-Geschichte findet sich inzwischen in allen Lehrplänen. Innerhalb eines knappen Zeitrahmens liegt der Schwerpunkt dabei in der Regel auf der politischen Geschichte des SED-Staates und seiner diktatorischen Ausprägung. Bei Schülerinnen und Schülern erzeugt dies einen kognitiven Konflikt, wenn über Familie, Zeitzeugen oder Geschichtskultur andersartige Alltagserinnerungen in den Unterricht gelangen. Geschichtsunterricht kann dies aufgreifen und zeigen, dass die politisch-diktatorische Seite und die weniger eindeutige Alltagsgeschichte sich gegenseitig nicht ausschließen. Der didaktische Gewinn liegt dabei auch in einer differenzierteren Sicht auf moderne Diktaturen, deren Macht über die Gesellschaft immer begrenzt ist und die sich deshalb um die Loyalität der Menschen bemühen müssen. Das vorliegende Heft ermöglicht mit zahlreichen Materialien einen Einblick in verschiedene, für Schülerinnen und Schüler relevante Aspekte des DDR-Alltags, dessen politische Bedingungen dabei zugleich in den Blick geraten. Das Heft kann in Zeitnot punktuell eingesetzt oder als Einheit unterrichtet werden.
Gesamtwerk
Macht Umwelt Geschichte?
Das Forschungsfeld „Umweltgeschichte“ hat sich seit den 1990er Jahren stark gewandelt. Ging es bis dahin hauptsächlich um Verschmutzungsprobleme als unerwünschtes Nebenprodukt der Industrialisierung, hat der Boom der Globalgeschichte auch der Umweltgeschichte neue Fragestellungen und Forschungskontroversen eröffnet. Eine Grundfrage lautet seither, ob Umweltprobleme als klassische Gemeinwohlthemen zu betrachten sind, die auf technische Mittel und politisch-administrative Maßnahmen setzen oder ob es sich um einen breiten Kampf um Gerechtigkeit handelt, den bestimmte sozial oder ethnisch definierten Gruppe als „environmentalism of the poor“ führen? Der „Environmental Justice Atlas“ umfasste im September 2020 insgesamt 3267 Fallgeschichten aus aller Welt und bildet eine ernüchternde Lektüre hinsichtlich der Wirksamkeit von Umweltbewegungen. Der Aufsatz von Frank Uekötter zeigt die Interdependenzen entgrenzter Umweltgeschichte an den Beispielen der Eukalyptusplantagen als „Bäume der Diktatoren“, den Bananenplantagen in Honduras, den Fleischbaronen von Chicago oder der Produktion des Guano-Düngers in Peru. Eine intendierte Geschichte der materiellen Lebensgrundlagen steckt erst in den Anfängen, da die Umweltgeschichte innerhalb der Wissenschaften immer noch eine prekäre Randexistenz führt. Der Aufsatz von Uwe Walter gibt zunächst einen knappen Überblick zu antiken Sichten auf Mensch, Umwelt und Klima. Anthropogene Einflüsse spielten lokal und regional durchaus eine Rolle, aufs Große gesehen freilich nicht, schon wegen der im Vergleich mit der Moderne geringen Bevölkerungsdichte. Im Mittelpunkt stehen die Eigenart des mittelmeerischen Klimas und dessen Veränderungen über die lange Dauer der Antike. Als gesichert kann ein begünstigendes „römisches Klimaoptimum“ zwischen 200 v. Chr. und 200 n. Chr. gelten, während in der Spätantike eine Kaltzeit andere Krisenfaktoren (u. a. Epidemien, reichinterne Konflikte, Migrationen) offenbar verstärkte. Aus der historischen Rückschau ergibt sich in jedem Fall die Einsicht, dass Menschen in der Antike auf einen Klimawandel mit Anpassung und Kreativität reagierten – die Vorstellung, man könne die Veränderungen durch ein globales Regime aufhalten, erscheint aus dieser Perspektive geradezu irregeleitet und geeignet, Ressourcen in großem Umfang falsch einzusetzen. Anhand von zwei ausgewählten Themenbereichen befasst sich der Aufsatz von Karl-Josef Burkard mit der heute üblichen Einbeziehung wirtschaftspolitischer Fragestellungen in den Geschichtsunterricht. Das erste Beispiel behandelt die „Tulpenmanie“ in den Niederlanden des 17. Jhs. zur Zeit der Anfänge der kapitalistischen Wirtschaftsweise mit ihren charakteristischen Institutionen wie Aktiengesellschaften und Börsen. Die Niederlande wurden zum damaligen Weltfinanzzentrum und setzten den Freihandel als Postulat des ökonomischen Liberalismus gegen den Protektionismus der merkantilistischen Wirtschaftsweisen. Beispiel zwei betrachtet die krisenverschärfende Sparpolitik der Regierung Brüning der keynesianischen Wirtschaftspolitik zur Zeit des amerikanischen New Deal gegenüber. Den Schülern eröffnen sich durch diesen Vergleich wichtige Einsichten in fundamentale Zusammenhänge von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, darunter die Kreislaufwirkungen pro- und antizyklischer Konjunkturpolitik und die Bedeutung wirtschaftswissenschaftlicher Paradigmenwechsel. Im Geschichtsunterricht dienen diese wirtschaftsgeschichtlichen Betrachtungen in erster Linie einem tieferen Verständnis der historischen Zusammenhänge und danach erst der ökonomischen Bildung.
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