Unterrichtsmaterialien Schultheater: Ganze Werke Seite 1/2
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Theater
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Gesamtwerk
Video 2.0
Fast jede:r Jugendliche ab 13 Jahren besitzt ein eigenes Smartphone, das immer dabei ist und das die Produktion von Filmen ermöglicht. Das Medium Video hat so eine tiefgreifende Demokratisierung erfahren. Diese schlägt sich u. a in einer stetig steigenden Geschwindigkeit und Anzahl der Produktion von Videos durch Jugendliche nieder. Entsprechend fundamental hat sich auch der Bereich „Video und Schule“ in den letzten Jahren verändert. Grund genug, der Arbeit mit Video im Schultheater einen aktuellen Themenschwerpunkt zu widmen, der den rasanten Entwicklungen gerecht wird, aktuelle Potenziale der künstlerischen Auseinandersetzung aufzeigt und den Umgang damit im Theaterunterricht breit auffächert.
Gesamtwerk
Performance
Das Konzept dieser Ausgabe entstand aus dem Wunsch, Performance nicht als Randgebiet, sondern als Zentrum von Theater zu denken. Sie macht die Potenziale von Performance auch für schulische Prozesse deutlich und macht auf Experimente in der eigenen Praxis neugierig. Wie vielfältig und vielschichtig die ästhetischen Experimente und Performances von Schüler:innen sein können, zeigen die Praxisbeispiele: So kann die Beschäftigung mit den Arbeiten verschiedener Künstler:innen Impuls für Selbstexperimente sein. Virtuelle Welten finden in Performances Eingang, und Klangbewegungen eröffnen neue Möglichkeiten der ästhetischen Auseinandersetzung. Im Performancelabor werden ebenso wie im Theaterworkshop kreative Prozesse mit beeindruckenden Ergebnissen in Gang gesetzt, Weitere Beiträge geben Einblicke in Geschichte und Theorie von Performance sowie in die kreative Arbeit von aktuellen Künstler:innen und Theatern.
Gesamtwerk
theater*divers
Der Begriff „Diversität“ ist mittlerweile allgegenwärtig. In immer mehr Lehrplänen findet sich die Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt (Diversity) als curriculare Vorgabe wieder, und auch im Theater in der Schule und der außerschulischen Theaterpädagogik setzt man sich zunehmend mit dem Thema auseinander. Der Begriff „Diversität“ ist mittlerweile allgegenwärtig. In immer mehr Lehrplänen findet sich die Bildung zur Akzeptanz von Vielfalt (Diversity) als curriculare Vorgabe wieder, und auch im Theater in der Schule und der außerschulischen Theaterpädagogik wird sich zunehmend mit dem Thema auseinandergesetzt. In dieser Ausgabe nehmen wir unterschiedliche Aspekte von Diversität und verschiedene Problemfelder, die unsere Gesellschaft, natürlich unsere Schulen und auch das Schultheater betreffen, in den Blick: Sexismus, Queer- und Transfeindlichkeit, Rassismus, Ableismus, Klassismus. Dabei interessieren uns insbesondere die strukturellen Gründe von Diskriminierung und die Formen ihres Zusammenwirkens, ihre Verschränkung („Intersektionalität“). Wir geben Anregungen, wie diese Fragen im alltäglichen Theaterunterricht nicht nur „mitgedacht“ werden können, sondern auch, wie Sie sich mit Ihren Schüler:innen vor allem künstlerisch mit diesem Thema auseinandersetzen, diese Fragen „bearbeiten“ können.
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Gesamtwerk
Tanzen
Tanzen: das ist Schwung und Sprung, Energie, Rhythmus und Freude an der Bewegung, an der Begegnung, am Miteinander ... Wie ist es mit Ihnen: Tanzen Sie gern? Und wie sieht es mit Ihrer schulischen Arbeit aus: Gehört Tanz zu Ihrem Theaterunterricht, zu Ihren ästhetischen Mitteln, zu Ihrer künstlerischen Suche? Oder sind Sie bisher noch zurückhaltend gewesen mit einer Integration tänzerischer Arbeit in Ihren Unterricht? Wie auch immer: Sie können sich auf zahlreiche Einblicke, Impulse und Anregungen in dieser Ausgabe von SCHULTHEATER freuen. Tanzen gehört zur Lebenswelt vieler Kinder und Jugendlichen. Sie bewegen sich mehr als wir Erwachsene, schauen Tanzvideos, erstellen eigene Tanz-TikToks. Sie tanzen allein zu Hause oder gemeinsam mit anderen. Es lohnt sich, darauf aufzubauen! Und: Wir alle können tanzen. Neuer Tanz ist so viel mehr als technisch versiert ausgeführte Bewegungsabfolgen. Jede Bewegung kann Tanz sein, jede:r kann sich durch Tanzen körperlich ausdrücken und den Körper zum Sprechen bringen. Wo getanzt wird, kommt vieles in Bewegung: unsere Körper, die Schule, unser Miteinander. Mit Tanz lässt sich vieles erzählen und einiges zeigen, was sich mit Sprache nicht sagen lässt. Und vielleicht verändern wir so ein Stück weit auch die Art, uns selbst zu empfinden und die Welt zu verstehen. Probieren Sie es aus: Holen Sie (noch mehr) Tanz in Ihre Theaterarbeit!
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Commedia dell`arte
Commedia dell’arte: Das ist die große Geste – pures, temporeiches Körpertheater. Das ist das Spiel mit der Maske und mit dem Publikum – lustvoll, temporeich und voller Komik. Clownerie, Akrobatik, Slapstick oder musikalische Einlagen komplettieren den Theaterspaß. In Gromolo gesprochene Dialoge setzen noch eins drauf. So können Normen verletzt und Kritikwürdiges kann ungestraft lächerlich gemacht werden ...Die Commedia zog ab dem 16. Jahrhundert als Straßentheater Menschentrauben an und erlebte im 17. und 18. Jahrhundert mit Molière und Carlo Goldoni eine Blütezeit. Im 20. Jahrhundert wiederentdeckt, begeistert dieses temperamentvolle Volkstheater auch heute noch. Welche Potenziale die Commedia dell’arte für aktuelle Inszenierungen und für das Schultheater hat, zeigt diese Ausgabe.
Gesamtwerk
Shakespeare
Shakespeare: Das ist ein ganzes Universum! Und dieses Universum bietet unendliche Möglichkeiten der Annäherung, der Interpretation und der Umsetzung. Shakespeares Werke sind Klassiker, jedoch reizen sie in ihrer oftmals provokanten Anlage heute mehr denn je. Die Beiträge zeigen unterschiedliche Zugänge zur Welt Shakespeares. Sie bedienen aktuelle Diskurse wie den Umgang mit sexueller Identität, Rassismus oder Diskriminierung. Die Ausgabe gibt zeitgemäße Impulse für die Beschäftigung mit dem Welten-Genie und seinem Werk.
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Lebenswelten
Die verbreitete theaterpädagogische Forderung nach einem „Lebensweltbezug“ stellt Theaterlehrkräfte, die diese Forderung ernst nehmen, vor Herausforderungen: Was macht die Lebenswelten heutiger Schüler:innen aus? Reicht es, die Schüler:innen selbst zu befragen? Welche Methoden können den vielfältigen individuellen Wahrnehmungen der je eigenen Lebenswelt gerecht werden? Wie können gleichzeitig gesellschaftlich relevante Trends in Hinblick auf die Jugend aufgegriffen werden? Ist es zielführend, aus Studien wie SINUS – Wie tickt die Jugend? oder der Trendstudie Jugend in Deutschland Projektideen abzuleiten? Ginge es „nur“ nach diesen Studien, böten sich Themen an wie: Digitale Präsenz, mediale Selbstinszenierung und resultierender Druck; Identitätsbildung im breiten Spektrum von Aspekten wie Geschlecht, Sexualität, Ethnizität und kultureller Zugehörigkeit und im Kontext von Inklusion und gewollter Diversität; Politisches Engagement vor dem Hintergrund aktueller Krisen: Krieg, Klimawandel, Generationengerechtigkeit, Migration; Psychische Belastungen wie Stress, Angst und Depressionen – auch als Folge der Corona-Pandemie. All diese Aspekte haben großes Potenzial für die theaterästhetische Auseinandersetzung. Gleichzeitig bergen solche objektivierten Erkenntnisse aber auch die Gefahr der Verengung und Zuschreibung …
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Scheitern
Mit dieser Ausgabe wollen wir einen Blick auf den Bereich im Alltag des Schultheaters werfen, über den man sonst lieber den Mantel des Schweigens legt. Anstelle von hochglanzpolierten Aufführungen und Musterunterrichtsstunden widmen wir uns den Ängsten, dem Straucheln, den Momenten, an denen ganze Projekte an die Wand gefahren werden. In einer Kultur, die den Erfolg als Maß aller Dinge feiert, ist das eigene Scheitern oft mit Scham behaftet. Es fällt nicht leicht, über das eigene Scheitern zu reden, geschweige denn zu schreiben. Nicht nur deshalb bedanken wir uns sehr herzlich bei allen Autor:innen, die für dieses Heft Beiträge verfasst haben. Ihre Erfahrungen, Anregungen und Impulse machen Mut, einen offenen und produktiven Umgang zum Scheitern im Schultheater zu entwickeln.
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Theater machen
Theater machen
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Körper
In diesem Jubiläumsheft – der 50. Ausgabe – möchten wir erneut das Thema des ersten Heftes in den Blick nehmen: Körper. Denn in den letzten Jahren hat sich in Gesellschaft, Schule und im Schultheater viel getan. Wir weiten unseren Blick – ganz zeitgemäß – aus auf die Vielfalt der Körper sowie die Komplexität der sich daraus ergebenden Themen: Gender, Diversität, Rassismus, Körperlosigkeit im Rahmen der Digitalisierung, Inklusion – Menschen mit Behinderung, Tanz, körperliche Grenzen, die Verantwortung der Lehrkräfte usw.
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Essen
Mit Essen spielt man nicht? Wir finden: DOCH! Denkt man über Essen und seine Bedeutungen nach, tut sich ein universelles Feld auf – mit einem riesigen Potenzial für die Theaterarbeit an Schulen. Einen Einblick in die inhaltlichen und künstlerischen Möglichkeiten gibt Ihnen diese Ausgabe von SCHULTHEATER. Essen als Thema des (Schul-)Theaters in den Blick zu nehmen, lohnt sich also, denn: Essen ist körperlich und existenziell. Essen ist lustvoll. Essen kann ästhetisch anregend sein – oder abstoßend. Essen hat vielfältigen Bedeutungs- und Symbolgehalt. Essen ist angesichts begrenzter Ressourcen, ökologischer Gesichtspunkte und Aspekten der Verteilungsgerechtigkeit hochpolitisch. Essen kann selbst- und statusbildend sein, ist Lifestyle. Essen wurden in der Geschichte und werden heute rituelle Funktionen zugesprochen. Essen kann gesund erhalten oder krank machen. Essen kann Suchtpotenzial haben, manchmal eine Qual sein. Darüber hinaus ist Essen normiert und ein wesentliches Thema in der Erziehung.
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Erinnern
Die Mittel des Erinnerns reichen von mündlichen Erzählungen und Schriftstücken über Bilder, Objekte, Tonaufnahmen bis zu Straßennamen, Monumenten, künstlerischen Formen und Medien wie dem Theater. Dabei werden Erinnerungen wachgehalten und vor allem Gemeinschaften erzeugt. Neben dem Was geht es dabei immer auch um die Frage danach, wie mit welchen (künstlerischen) Mitteln das Erinnern verhandelt und vorgestellt wird. Die Beiträge dieser Ausgabe spannen einen breiten Bogen über die Grundlagen, die pädagogischen und geschichtsdidaktischen Bedeutungen sowie die künstlerischen bzw. theatralen Potenziale der sehr menschlichen Eigenschaft des Erinnerns. Sie werden u. a. fiktive Zeitzeugen oder die Furien des Erinnerns kennenlernen, aber auch Anregungen zu Methoden des Erinnerns im kreativen Schaffensprozess erhalten. Herausforderungen wie die Darstellung der Shoah werden ebenso thematisiert wie ein Projekt, das einen hundertjährigen Frieden feiert.
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Sound
Vielstimmig sind die Anregungen und Projekte zum Thema Sound, die wir Ihnen in dieser Ausgabe von Schultheater vorstellen. Da wird eine alte Reithalle – ursprünglich militärisch genutzt – in ihrer Vergangenheit und Gegenwart „hörbar“ für die Besucherinnen und Besucher eines Sound-Parcours. Oder es formieren sich „Pulks auf Probe“, machen sich Dynamiken fanatischer Fußballfans zu eigen und feuern frenetisch einen Schulmitarbeiter mit ihrem Fangesang. Der Rückzug ins „HörlabOhr“ fördert dagegen die Konzentration auf stillere Töne und bringt bereits Grundschulkinder dazu, außergewöhnliche Hör-Performances zu entwickeln. Wird durch Audio-Installationen wahrnehmbar, was unter der Decke des Vergessens verborgen bleiben sollte, kann das nachhaltig bewegen. So werden Briefe an die Unbekannten zu Gehör gebracht, die während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeit in einem Lager bei Salzburg leisten mussten. Einen Zugang zur Geschichte können auch Audiowalks eröffnen, wenn sie uns in die Erinnerung der Orte eintauchen lassen. Solche Hörspaziergänge zu produzieren, mag aufwändig erscheinen – aber es können beeindruckende Ergebnisse bereits in Projektwochen realisiert werden. Sie erwartet eine vielstimmige Auswahl an künstlerischen Arbeiten mit Sound. Sie treten den Beweis an, dass Musik, Klänge, Geräusche im (schulischen) Theater weit mehr sind als Unterstützung oder Kontrapunkte des zu Sehenden oder gar als akustische Untermalung. Sound schafft vielmehr Zugang zu verdeckten Erfahrungen und macht dadurch unsere Welt, die viel zu oft als Bild begriffen und zu selten mit den Ohren gedacht wurde, diverser.
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Schreiben
Wer an „Schreiben“ in Bezug auf das Schultheater denkt, assoziiert Schülerinnen und Schüler, die ein eigenes Stück schreiben, an eine Theater-AG, die kollaborativ in ständiger Rückkopplung zur Arbeit auf der Bühne Texte und Szenen verfasst, an Lehrkräfte, die für ihre Theatergruppe maßgeschneiderte Spieltexte verfassen. Oder, oder, oder … Ja: Mit „Schreiben“ meinen wir in dieser Ausgabe auch diese Prozesse der Stückentstehung und geben dafür unmittelbare Impulse für das Schultheater. Aber: Schreiben im Theaterunterricht ist weit mehr als nur das Verfassen des nächsten Stückes. Auch die Adaption eines bestehendes Stoffes, das Erstellen einer Strichfassung oder eines Regiebuchs ist „Schreibarbeit“ und bedarf spezifischer Kompetenzen. Auch das routinierte Nutzen einer Kladde während der Proben will eingeführt und begleitet werden und eröffnet dann nicht nur unterschiedliche kreative Prozesse. Über den Inhalt des aktuellen eigenen Stückes hinaus bringt das Verfassen von Theaterkritiken unmittelbaren Ertrag für die Schülerinnen und Schüler und deren Inszenierungen. Last but not least muss eine Theateraufführung beworben werden. Schreiben im Theaterunterricht hat zahlreiche Anlässe, komplexe Inhalte und fördert den Aufbau vielfältiger Kompetenzen.
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Antike
Vielleicht wirkt es zunächst wie eine Herkulesaufgabe, sich mit Schülerinnen und Schülern antiken Stoffen zu widmen. Zu fern scheinen die griechischen Mythen auf den ersten Blick dem Leben, das Jugendliche führen. Bei der Lektüre der aktuellen Ausgabe von SCHULTHEATER werden Sie – vielleicht staunend – erfahren, wie viel Potenzial zur Identifikation und Reibung z. B. Antigones Konflikte heute noch bieten oder wie viele starke (Frauen-)Gestalten die Antike bereithält. Wie sich ein antiker Stoff von Jugendlichen ins Hier und Heute transportieren lässt, wird beispielsweise im Beitrag „Let’s have a party“ zu Euripides’ Bakchen deutlich. Am Beispiel der Inszenierung „Weltenbrand-Geschlechterkampf“ zeigt sich, wie ein antiker Stoff im Theaterunterricht von Schülern als Vorlage für eine tagesaktuelle Interpretation des politischen Geschehen neu aufgegriffen wird. Die Abenteuer des Odysseus kennt jedes Kind – er ist der Prototyp eines Helden. Aber ist das wirklich so? Unterscheiden sich unsere modernen Helden nicht von Homers Königssohn? Mit solchen Fragen können sich bereits Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Sekundarstufe I dem Mythos produktiv und lehrplankonform nähern. Das sind nur wenige Blitzlichter auf dieses Heftes. Sie erwarten darüber hinaus zahlreiche weitere Praxisimpulse, Schlaglichter aus der Theaterwissenschaft und dem professionellen Theater etc., die die Geschichte und Aktualität antiker Mythen verdeutlichen. Neu ist die Rubrik „Prüfung“, in der Sie kurz und kompakt exemplarische Aufgaben und den entsprechenden Erwartungshorizont finden. Sie werden sehen, dass die griechischen Archetypen auch heutigen Jugendlichen viel zu sagen haben – und dass diese den antiken Figuren höchst vielfältig und komplex zu begegnen wissen – nicht nur in der Sekundarstufe II. Selbst wenn die Antike im Schultheater als eine schwierige Aufgabe bewertet wird, ist sie doch eine, die bewältigt werden kann und die ungeheuer vielfältige Zugänge zu eigenen kraftvollen und zeitgemäßen Umsetzungen bietet.
Gesamtwerk
Feedback
In den Lehrplänen für Schultheater bzw. Darstellendes Spiel werden Feedbackphasen ausdrücklich gefordert. Gemeint sind damit konstruktive und differenzierte Rückmeldungen, die sowohl bei den Absendern als auch bei den Empfängern fachspezifische und fachübergreifende Lernprozesse anstoßen und fördern. Das ist leichter gesagt als initiiert und begleitet. Allzu oft kommen Feedbackphasen im Unterricht leider nicht nur zeitlich zu kurz, sondern es haben sich auch informelle Agreements etabliert, die das soziale Gefüge vermeintlich stützen. Alle sind bemüht, anderen nicht auf die Füße zu treten – um nicht verletzt zu werden, wenn man später selbst „an der Reihe ist“. Das ist zwar eine freundliche, aber wenig gewinnbringende Weise, Feedback zu geben – bzw. wörtlich: das Gegenüber zurückzufüttern. Dabei gibt es kreative, partizipative und wertschätzende Konzepte für Feedback im Schultheaterkontext, die Schülerinnen und Schüler stärken und motivieren können. Auf diese Weise kann eine produktive Feedbackkultur entstehen, von der alle profitieren. Wir haben uns auf die Suche nach solchen Ansätzen gemacht und freuen uns, Ihnen mit dieser Ausgabe unsere Best-ofs vorstellen zu können.
Gesamtwerk
Anfangen
Relevante Anfänge gibt es im Schultheater zahlreiche. Wie schulisches Lernen meist zielgerichtet ist, folgt auch das Anfangen im Kontext des Schultheaters meist einer Intention. Aber wir brauchen für offene künstlerische Prozesse auch die Haltung des naiven Staunens. Die Praxisbeiträge dieses Heftes gehen auf wesentliche Anfangssituationen ein: Wie gestalte ich Theaterarbeit mit den „absoluten Beginnern“, den Kindern im Elementar- und Primarbereich? Welche Beziehungsarbeit braucht eine neue, heterogene Gruppe? Welche Möglichkeiten des Projektanfangs sind erfolgversprechend? Wie kann man Frust beim Beginn mit literarischen Texten vermeiden? Wie gelingt dies bei Eigenproduktionen? Für all diese Fragen gibt es nicht das eine Rezept. Wenn wir jedoch ernstnehmen, dass jedem Anfang implizite und explizite Vorentscheidungen, Filterungen und Perspektivierungen innewohnen, ist es bedeutsam, sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern mit solchen Entscheidungen auseinanderzusetzen und nicht einfach nur „wie immer“ anzufangen …
Gesamtwerk
Theorie
Theorie im und für das Theater ist nicht als ein immer richtiger und damit gültiger Text zu formulieren oder nachzulesen. Vielmehr ergeben sich aus den Gegenständen unterschiedliche theoretische Konzepte. Entsprechend vielschichtig und perspektivreich sind die theoretischen Ansätze und auch die Möglichkeiten ihrer didaktischen Aufbereitung und Vermittlung in der Schule. Die Multiperspektivität der Theorie im Theater spiegelt sich in diesem Themenheft u. a. in der Rubrik Nachgefragt, die wir einmalig als extended version konzipiert haben. Autorinnen und Autoren aus der Theaterwissenschaft und -pädagogik schildern hier, welche Persönlichkeiten und Konzepte sie besonders geprägt haben, welche Wege der Vermittlung von Theorie sie einschlagen und welche Schriften und Ansätze sie für unverzichtbar halten. Einige dieser Texte können Sie als Material in Ihrem Unterricht einsetzen. Vor allem aber geben die Beiträge spannende Einblicke in sehr heterogene Theorieverständnisse. Damit stehen sie für die Erkenntnis, dass Theorie kein Monolog ist, sondern ein Angebot für einen produktiven Austausch: mit sich, um sich seiner Perspektive zu vergewissern bzw. um sich produktiv verunsichern zu lassen // mit dem anderen, um ggf. ein anderes, besseres Argument zu finden // im Diskurs, um etwa ein allgemeines Bild zu modellieren … Darüber hinaus zeigt dieses Heft die Verwobenheit von Theorie und Praxis. Daher geben die Beiträge der Rubrik Praxis ganz unterschiedliche Anregungen, wie Theorie motivierend und praxisorientiert(!) vermittelt werden kann.
Gesamtwerk
theater:digital
Gerade angesichts der aktuellen Experimentierfreude von Theatern mit digital-medialen Formaten zeigt sich: Digitalisierung des Theaters meint nicht nur den Einsatz digitaler Technik in Produktionen. Genauso, wie die Digitalisierung von Schule eben nicht nur die Ausstattung von Schule mit digitaler Infrastruktur bedeutet. Vielmehr wird das Digitale als ein theatral zu verhandelndes Phänomen bedeutsam, das unser alltägliches Leben tief greifend verändert. Das war bereits vor Corona so und spiegelt sich in diesem Themenheft. theater:digital nimmt dabei die beiden Ebenen des Zusammenhangs von Theater und Digitalität in den Blick: die technische und die kulturelle. Wie sich aber die gegenwärtig zwangsläufig neue Quantität und Qualität von Digitalität auswirken wird und was dies für das (Schul-)Theater bedeutet, wird erst in der weiteren Zukunft zu erfassen und zu hinterfragen sein. Nehmen Sie sich die Zeit und den Raum, sich mit neuen Inhalten und Techniken zu beschäftigen. theater:digital bietet dafür Anregungen und Hilfen aus der Praxis. Wer Tipps für eine bezahlbare Bühnentechnik braucht, wird ebenso fündig werden wie die oder der an innovativen Inszenierungen oder theoretischer Einordnung Interessierte.
Gesamtwerk
Dokumentarisches Theater
Dokumentarischen Theater: Das ist ein Genre, das. nicht so einfach zu definieren ist und die unterschiedlichsten Spielarten vereint. Dass es dennoch ein Format ist, das für das Schultheater enorm fruchtbar sein kann, belegen die Beiträge dieses Heftes. SCHULTHEATER entfaltet einen breiten Fächer von Anregungen. Die Praxis-Beiträge behandeln systematisch die Bereiche Themenfindung (Christian Reick), Einstiege und Methoden (Bernd Ruffer), Performatives und Orte (Philipp Radau und Katja Tommek) sowie Reflexionen und Wirkungen (Christina Ulbricht und Thomas Ritter). Ergänzend gibt Michael Aust einen Einblick in die Dokumentarische Arbeit mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I. Sie dürfen sich auf eine vielfältige und inspirierende Ausgabe freuen!
Gesamtwerk
3 kurze Theaterstücke für die Schulbühne
Der Schwerpunkt des Faches Darstellendes Spiel liegt auf der praktischen Erprobung und Erfahrung theatraler Mittel. Aus dem Unterricht resultieren oft Aufführungen, die das Schulleben bereichern. Dieses Ebook bietet Material zu drei selbsterstellten, praxiserprobten Theaterstücken für die moderne Schulbühne. Mit einer Dauer von jeweils 40-45 min sind die Stücke in einem überschaubaren Rahmen gehalten. So wird eine Auseinandersetzung mit dem Inhalt sowie die praktische Erprobung im Unterricht ohne Zeitdruck ermöglicht. Das Material bietet alles, was für eine gelungene Aufführung benötigt wird: Stückbeschreibungen bieten einen ersten Überblick, Angaben zu Bühnenbild und Requisiten sowie Rollen und Kostümen komplettieren die Hinweise zur Inszenierung. Die Bühnenbilder sind ohne großen zeitlichen sowie finanziellen Vorbereitungsaufwand realisierbar. Zu jedem Theaterstück ist ein detailliertes Skript mit Rollenübersicht, Sprechtexten und Regieanweisungen vorhanden. Um alle Schüler in die Aufführung einzubinden, sind viele Rollen nicht streng geschlechterspezifisch gebunden und können zudem mehrfach besetzt werden.
Gesamtwerk
Heimat
„Heimat“: ein vielschichtiger, komplexer, diffuser Begriff, der gerade viel diskutiert wird. In Zeiten, in denen vielen das Gefühl von Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen in die Zukunft abhanden kommt, wird offenbar die Sehnsucht nach „Heimat“ stärker – was auch immer das genau bedeuten mag. Gleichzeitig müssen weltweit so viele Menschen wie noch nie ihre Heimat verlassen, auch für sie hat das Thema – auf ganz andere Weise – eine zentrale Bedeutung. Und für diejenigen mit einem postmigrantischen oder postkolonialen Blick auf „Heimat“ ist der Begriff noch einmal wieder anders besetzt – und häufig verbunden mit Erfahrungen von Diskriminierung und Ausgrenzung. All dies spielt natürlich auch eine Rolle in der Schule – und die ästhetischen Fächer, so auch das Schultheater, haben ganz eigene Möglichkeiten, die verschiedenen Perspektiven auf „Heimat“ aufzugreifen und mit ihren spezifischen Mitteln zu verhandeln. Anregungen hierzu gibt diese Ausgabe.
Gesamtwerk
Theater spielen mit Grundschülern
Würden Sie gern in der Grundschule ein Theaterstück aufführen lassen, wissen aber nicht so recht, wie sie es auf die Beine stellen sollen? Benötigen Sie noch die richtigen Ideen und Impulse für den Aufbau einer Theater-AG? Dieser Band liefert Ihnen alles, was Sie zum Theaterspielen mit Grundschülern brauchen. Ganz gleich, ob Sie szenisches Spiel im Deutschunterricht versuchen oder gleich eine große Theateraufführung mit Grundschülern organisieren wollen - Sie erhalten mit diesem Band viele praxiserprobte Übungen sowie umfassende Materialien und hilfreiche Tipps, mit deren Hilfe Sie Ihre Schüler mit viel Spaß auf die Bühne bringen. Sie erfahren, wie Sie ein Stück von der Vorlage bis zur Aufführung bringen, wie Sie häufige Stolpersteine umgehen und auch welche rechtlichen Besonderheiten Sie zu beachten haben. Mit den praktischen Tipps und Tricks dieses Bandes heißt es am Ende ganz sicher: Bühne frei!
Gesamtwerk
Gegenwart in Stücken
Zeitgenössische Theatertexte behandeln meist Themen der Gegenwart. Damit greifen sie häufig eher das auf, was Jugendliche heute beschäftigt, als ältere Stücke – und bieten ihnen damit einen guten Zugang für das Arbeiten mit dramatischen Texten. Trotzdem trauen sich viele Schultheatergruppen nicht so recht an die Inszenierung eines aktuellen Stücks heran. Das hat verschiedene Gründe. Wo findet man überhaupt geeignete Gegenwartstexte? Wie ist das mit den Rechten? Ist ein „modernes“ Drama nicht zu schwierig für Schülerinnen und Schüler? Auf solche Fragen gibt dieses Heft Antworten. Neben Berichten aus der Praxis, die exemplarisch zeigen, wie sich mit Stücken von Gegenwartsautoren umgehen lässt, finden sich Interviews mit verschiedenen Akteuren aus diesem Feld, Hintergrundberichte von Experten und manches mehr.
Gesamtwerk
Räume
Im Schultheater wird, wie im professionellen Theater, seit einigen Jahren zunehmend mit dem Spielen an unterschiedlichsten Orten experimentiert. Dabei geht es nicht allein darum, einen Mangel an räumlichen Bedingungen in der Schule zu kompensieren, sondern andere Räume eröffnen neue Darstellungs-Ideen und Spiel-Möglichkeiten. Das gilt sowohl für reale als auch für virtuelle Räume. Wie lassen sich geeignete Theaterorte finden? Wie können deren Gegebenheiten bei der Entwicklung einer Aufführung einbezogen werden? Wie kann ein Raum zum Mitspieler werden? Und: Wie lässt sich mit technischen Möglichkeiten – etwa mit filmischen Mitteln oder durch das Einbeziehen virtueller Welten – der Spiel-Raum erweitern? All das zeigt das Heft „Räume“.
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