Unterrichtsmaterialien Geschichte: Ganze Werke Seite 3/64
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Geschichte
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Childhood during industrialisation
Kindheit ist heutzutage meistens eine Zeit der Unbeschwertheit. Doch das Konzept der Kindheit und die Idee, dass Kinder geschützt werden müssen, ist noch recht neu in der Geschichte. Besonders die Industrialisierung und die daraus resultierende Kinderarbeit in Fabriken haben ein Umdenken angeregt. Für die heutige Jugend sind die Bedingungen für Kinder im 19. Jahrhundert schwer vorstellbar. Deswegen bietet dieser Beitrag einen Vergleich der Kindheit im 19. Und 21. Jahrhundert.
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Aboriginal Peoples
Indigene Völker und Communities wurden in ihrer langen Geschichte häufig von nachfolgenden Siedlern unterdrückt, verdrängt oder entmündigt. Ein besonders eklatantes Beispiel stellt das Schicksal der australischen Aborigines dar, die als älteste indigene Kultur der Welt erst spät Bürger- und Landrechte erlangten. Anhand von Texten, Reden, Liedern, Karikaturen und Videos analysieren die Schülerinnen und Schüler koloniale Narrative, Formen von Erinnerung und politische Anerkennung und vergleichen diese mit anderen indigenen Erfahrungen wie in Kanada, den USA und Neuseeland.
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Judentum, Christentum und Islam im Mittelalter
Das Zusammentreffen von Christentum, Judentum und Islam im Mittelalter war geprägt von Ausgrenzung, Vorurteilen und Konflikten, aber auch von Austausch und kultureller Vielfalt. Während Jüdinnen und Juden im christlich geprägten Europa oft Diskriminierung und wenig Akzeptanz erfuhren, erging es Christinnen und Christen unter den arabischen Eroberern auf der Iberischen Halbinsel kaum anders. Unsere Vorstellung eines idyllischen Miteinanders und dem Lernen voneinander entspricht nicht der Realität, sondern zeugt von Wunschdenken aus heutiger Perspektive. Die Unterrichtsmaterialien zeigen an historischen Beispielen die Koexistenz, den Austausch und das Leben der drei Weltreligionen sowie die ihre Konflikte. Der Beitrag eröffnet Zugänge zu Fragen von Vielfalt, Perspektivwechsel und Zusammenleben – damals wie heute.
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Die Kubakrise 1962
Im Oktober 1962 bringt die Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba die Welt an den Rand eines Atomkriegs. In dieser Unterrichtsreihe rekonstruieren die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Ereignisse der "13 Tage", sondern untersuchen auch, wie Politik, Medien und Erinnerung daraus eine Legende formten. Von der Monroe-Doktrin über die kubanische Revolution bis zur Kommunikation zwischen Kennedy und Chruschtschow werden Interessen, Optionen und Risiken sichtbar. Spieltheoretische Zugänge (Chicken Game) helfen, Handlungslogiken und Eskalationsdynamiken zu verstehen. Vertiefungen beleuchten spätere Erkenntnisse (geheime Deals, Castros Rolle) und fragen nach Folgen und Gegenwartsbezügen: Welche Lehren lassen sich für heutige Krisen ziehen – und wo führen historische Analogien in die Irre?
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Tschernobyl
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl war das bis dahin schwerste Unglück, das die zivile Nutzung der Kernkraft kannte. Es kam zu einer kompletten Kernschmelze sowie zur Explosion des Reaktorblockes 4 und als Resultat des entstandenen Graphitbrandes zur Verseuchung einer ganzen Region. Und auch in Deutschland waren die Folgen deutlich zu spüren. Die anfängliche Vertuschung des Unglückes und die desaströse Informationspolitik sind nur zwei Aspekte, die symbolisch für die angeschlagene Sowjetunion stehen.
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Handwerk in der Jungsteinzeit
Im Neolithikum veränderte sich das Leben der Menschen. Das Herstellen von Werkzeugen, Waffen und Gebrauchsgegenständen aus unterschiedlichen Rohmaterialien war eine wichtige Aufgabe im arbeitsteiligen Wirtschaften einer Gemeinschaft. Welche Materialien verwendeten die Menschen der Jungsteinzeit? Und wie setzten sie die hergestellten Gegenstände ein?
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Kindertransporte
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 und den Nürnberger Gesetzen aus dem Jahr 1938 änderte sich das Leben jüdischer Mitmenschen im 3. Reich schlagartig. Nach den ersten Pogromen 1938 initiierte die britische Regierung erste Hilfsaktion um jüdische Kinder nach Westeuropa auszureisen. Die vorliegende Thematik führt knapp 80 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges die Ausreise tausender jüdischer Kinder aus dem Deutsche Reich aus und führt einzelne Schicksale näher auf.
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Frauen in der Antike
Die Unterrichtseinheit beleuchtet die Rollen von Frauen in der griechischen und römischen Antike – zwischen traditionellen Rollenerwartungen, Unsichtbarkeit und überraschender Ein-flussnahme. Anhand exemplarischer Frauenfiguren wie Penelope, Artemisia von Halikarnassos, Julia Agrippina und der Heiligen Helena lernen Ihre Schülerinnen und Schüler unterschiedli-che Frauenfiguren in historischen Kontexten kennen.
Gesamtwerk
Rechtsextremismus und rechter Terror in Deutschland nach 1949
Rechtsextremismus und rechte Gewalt im Deutschland der Nachkriegszeit und im wiedervereinigten Deutschland unterliegen bestimmten "Konjunkturen" und ihr Erscheinungsbild einem stetigen Wandel. Heranwachsende sollten daher nicht nur über die Zeit des Nationalsozialismus und den organisierten Rechtsextremismus aufgeklärt werden, sondern die Vielfalt antidemokratischer Einstellungen und Verhaltensweisen von Rechts kennen, kritisch bewerten und aktiv dagegen eintreten können. Diese Unterrichtseinheit will einen Beitrag dazu leisten, indem über die Entwicklung von Rechtsextremismus und rechter Gewalt, aber auch über den beschwerlichen Umgang in Vergangenheit und Gegenwart aufgeklärt wird.
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Nochmal hingeschaut – Spuren der NS-Geschichte im Alltag
Unterrichtseinheit für den Einsatz des interaktiven Lernmoduls „Nochmal hingeschaut" von Arolsen School mit Lernzielen, Leitfragen, methodisch-didaktischen Vorüberlegungen, Unterrichtsskizze sowie weiterführendem Material. Im Lernmodul untersuchen Schüler*innen in fünf virtuellen Wohnzimmern, wie Filme, Bücher, Plakate oder Computerspiele seit 1945 das Bild der NS-Zeit prägen. Für die Durchführung steht das Modul kostenlos und ohne Anmeldung zur Verfügung: arolsen-school.org/lernmodul-teach/nochmal-hingeschaut. Voraussetzung: fundierte Kenntnisse zu NS und Holocaust. Dauer: 180–270 Min. bzw. ein Projekttag.
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Suspekt – Landschaft der Verbrechen
Unterrichtseinheit für den Einsatz des interaktiven Lernmoduls „Suspekt" von Arolsen School mit Lernzielen, Leitfragen, methodisch-didaktischen Vorüberlegungen, Unterrichtsskizze sowie weiteren Ideen zur Vertiefung. Im Lernmodul erkunden Schüler*innen auf einer virtuellen Spurensuche das Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Ohrdruf mit historischen Fotos, Dokumenten und Zeitzeugeninterviews. Für die Durchführung steht das Modul kostenlos und ohne Anmeldung zur Verfügung: arolsen-school.org/lernmodul-teach/suspekt. Dauer: 90 Min.
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Zuhören - Jüdische Erfahrungen nach 1945
Unterrichtseinheit für den Einsatz des interaktiven Lernmoduls „Zuhören" von Arolsen School mit Lernzielen, Leitfragen, methodisch-didaktischen Vorüberlegungen, Unterrichtsskizze sowie einem Arbeits- und einem Lösungsblatt. Im Lernmodul setzen sich Schüler*innen in fünf animierten Hörstücken mit Antisemitismus in Sprache, Bildern und Gewalt auseinander und lernen vielfältige jüdische Perspektiven kennen. Für die Durchführung steht das Modul kostenlos und ohne Anmeldung zur Verfügung: arolsen-school.org/lernmodul-teach/zuhoeren. Dauer: 90–180 Min.
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Kapitalismus und Wachstumspolitiken
Wachstumspolitik: Kapitalismus und Staatlichkeit in den historischen Sozialwissenschaften; Verflochtene Wirtschaften: Über den Export von DDR-Teppichen nach Westdeutschland am Beispiel der Hamburger Firma Foldt & Preuß; Ein Rezept gegen die Inflation?: Italien und das "Modell Deutschland" in den 1970er Jahren; Der adelige Unternehmer in der Habsburgermonarchie: Problemaufrisse und Neuverortung des Adels als Wirtschaftsakteur im langen 18. Jahrhundert; Die Wirtschaft steuern?: Stabilisierungspolitik in der BRD und in Italien während des späten Wirtschaftswunders; Forschen in Praxisphasen: Anregungen für das Fach Geschichte; Zeitungen und Märkte: Pressearchive als wirtschaftshistorische Quellen; Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte.
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Vergleiche(n) im Geschichtsunterricht
Vergleiche sind in der Öffentlichkeit allgegenwärtig. So wird die Staatsgründung Israels 1948 mit der Kolonialisierung Afrikas im 19. Jahrhundert verglichen oder die derzeitige Entwicklung in den USA mit faschistischen Bewegungen im 20. Jahrhundert. Zudem vergleichen Schüler:innen im Geschichtsunterricht intuitiv vergangene Lebenswelten mit der ihrigen. Alle diese Überlegungen können zur Orientierung und zu einem kritischen Geschichtsbewusstsein beitragen, wenn Vergleiche fachlich fundiert gezogen werden. Dies bedeutet vor allem, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen. Vorschnelle Gleichsetzungen dagegen führen häufig zur Desorientierung und zu einer bloßen Instrumentalisierung von Geschichte. Mit diesem Heft wollen wir anregen, Vergleiche im Geschichtsunterricht reflektiert als Erkenntnisverfahren einzusetzen. Neben dem Basisartikel, der in das Thema einführt und sein didaktisches Potenzial beleuchtet, bieten die Praxisbeiträge der vorliegenden Ausgabe von Geschichte lernen Impulse und Material für historisches Vergleichen. Entdecken Sie Unterrichtsvorschläge zu folgenden Themen: Köln und Timbuktu – Zwei mittelalterliche Handelsstädte im Vergleich; 1648, 1815, 1919, 1945. Historische Friedensschlüsse im Vergleich; Deutscher Sturm auf die Bastille? Der Frankfurter Wachensturm im Vergleich mit der Erstürmung der Bastille; Die ‚demokratischste Demokratie der Welt‘? Drei Verfassungen mit dem textsortenbasierten Lehr-Lernzyklus vergleichen; Im Wahlkampf für die Republik? Wahlkampfplakate der Weimarer Republik in synchron und diachron vergleichender Perspektive; Zeugnisse aus Ost und West. Von der Alltagsquelle zum Systemvergleich; Hinkende Vergleiche? Nationalsozialismus und Holocaust zwischen Gleichsetzung und Vergleichsobjekt; Außerdem in dieser Ausgabe: Klausurvorschlag: Der Erste Weltkrieg in den schönen Künsten. Ein gattungsübergreifender Vergleich; Vom KI-Bild zum Geschichtsbild? Oder: Die Pickelhaube, die es nicht gibt; KI-Fakes von Holocaustopfern – Eine Handreichung für den Umgang im Unterricht; Kollaborative Arbeitsformen und Scaffolding digital umsetzen. kits.app im Geschichtsunterricht
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Das bellum Iudaicum des Flavius Iosephus
Noch heute bezeugt eine imposante Befestigungsanlage am Toten Meer eine grandiose Ingenieurleistung der römischen Armee: Um den letzten jüdischen Widerstand nach der Zerstörung des Tempels von Jerusalem zu brechen, bauten die Romer einen Belagerungsturm und zogen ihn über eine aufgeschüttete Rampe zur Bergfestung. Flavius Iosephus überliefert, dass sich die Belagerten durch Selbstmord der Unterwerfung entzogen. Sprachlich üben die Schüler satzwertige Konstruktionen in einem lateinischen Auszug des bellum Iudaicum; handlungsorientiert konstruieren sie einen römischen Belagerungsturm auf der Grundlage lateinischer Texte und filmen als Projekt die Eroberung Masadas.
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Kolonialismus und Antikolonialismus? Frag doch einfach!
In dieser Einführung zur Geschichte von Kolonialismus und Antikolonialismus erklärt Florian Wagner, wie Europa fast die ganze Welt erobern konnte. Er zeigt, dass der Kolonialismus nicht nur eine vergangene Epoche der Gewaltherrschaft war, sondern bis heute Folgen für Menschen, Kultur und Umwelt hat. Mit besonderem Blick auf die Erfahrungen der Kolonisierten erzählt das Buch von ihrem alltäglichen Widerstand und dem Aufstieg schlagkräftiger antikolonialer Bewegungen. Ein abschließendes Kapitel widmet sich aktuellen Debatten um Erinnerungspolitik, koloniale Beutekunst und die Umbenennung von Straßennamen. Frag doch einfach! Die utb-Reihe geht zahlreichen spannenden Themen im Frage-Antwort-Stil auf den Grund. Ein Must-have für alle, die mehr wissen und verstehen wollen.
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Kompetenzorientierung heute – Geschichtsdidaktik und Geschichtsunterricht
Aufbruch - Abbruch - Umbruch?; Narrative Sätze und historische Sinnbildung; Zum Stand der Kompetenzorientierung des Geschichtsunterrichts in Bayern; Angekommen? Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht
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The Renaissance
Die Renaissance stellt ein besonderes Zeitalter im Übergang vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit dar. Die Zeit um 1500 war geprägt von Umbrüchen, die die bisherige Lebensweise und insbesondere die Wissenschaft veränderten. Erfindungen und Entdeckungen erweiterten den Horizont und bereiteten den Weg für ein europäisch dominiertes Zeitalter. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit dem grundsätzlichen Wandel von Menschen- und Weltbild auseinander. Dabei stehen Erfindungen in der Seefahrt, Entdeckungsfahrten und der Buchdruck im Fokus der Reihe.
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Life in 1950s West Germany
Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Deutschland in Trümmern – politisch, wirtschaftlich und moralisch. Doch aus der "Stunde Null" entstand ein neuer Anfang. In dieser Einheit erkunden die Lernenden Deutschlands Weg von Besatzung und Wiederaufbau bis zum Wirtschaftswunder. Sie analysieren Quellen, untersuchen Werbung und die Rolle der Frau in den 1950er-Jahren. Zum Abschluss gestalten die Schülerinnen und Schüler ein eigenes Zeitzeugeninterview als Vlog.
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Antisemitismus und Nahostkonflikt – aktuelle Herausforderungen
Für den Nahostkonflikt gilt noch mehr als sonst, dass man die heutige Situation und ihre Konflikte nicht ohne ihre Vorgeschichte verstehen kann. Dieses Heft setzt sich mit verschiedenen Aspekten im Kontext von Antisemitismus, dem 7. Oktober 2023 und seinen Folgen auseinander. Dabei geht es unter anderem um die Israelforschung an deutschen Universitäten, die Darstellung jüdischer Geschichte in Schulgeschichtsbüchern und die Dekonstruktion von Erklärungsmustern für den Nahostkonflikt.
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Die USA – Land unbegrenzter Möglichkeiten?
Die Vereinigten Staaten von Amerika übten schon immer eine gewisse Faszination aus. Denn die Unabhängigkeits- und Menschenrechtserklärung propagierte u. a. das Recht auf Leben, Freiheit sowie das Streben nach Glück. Den 250. Jahrestag ihrer Gründung in diesem Jahr nehmen wir zum Anlass lernen, einen Blick auf ihre Geschichte zu werfen. Die Geschichte der USA ist nämlich nicht frei von Widersprüchen. Zwar gilt auch heute noch der amerikanische Traum des sozialen Aufstiegs vom Tellerwäscher zum Millionär, der seit dem 19. Jahrhundert Millionen Menschen in die Vereinigten Staaten lockte, aber neben den Verheißungen sind im Laufe der Zeit auch ihre Kehrseiten sichtbar geworden. Der Spruch vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist mittlerweile nicht mehr nur im Guten gültig, sondern auch im Schlechten. Die Vereinigten Staaten sind leuchtendes Vorbild und abschreckendes Beispiel zugleich. Die USA sind geprägt von Ambivalenz – sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Dieses Ausgabe nimmt das historische Lernpotenzial der USA in den Blick und lotet es anhand der Geschichte der letzten rund 250 Jahre für den gegenwärtigen Geschichtsunterricht aus. Neben dem Basisartikel, der in das Thema einführt und sein didaktisches Potenzial beleuchtet, widmen sich die Unterrichtsvorschläge verschiedenen Aspekten der 250-jährigen US-Geschichte. Sie geben einen Überblick über ausgewählte politische, soziale, wirtschaftliche sowie (geschichts-)kulturelle Aspekte der USA, die für historisches Lernen relevant und interessant sind, zumal die Lebenswelt unserer Lernenden nach wie vor von Firmen und Produkten aus den USA geprägt ist. Die vorliegende Ausgabe von Geschichte lernen bietet Praxisbeiträge zu folgenden Themen: Freiheit, Gleichheit und Unabhängigkeit für alle? Die Declaration of Independence und ihre Rezeption; Declaration of Sentiments (1848). Eine Unabhängigkeitserklärung der Frauen; Im Land der begrenzten Möglichkeiten. Native Americans früher und heute; Zahlen, zählen, erzählen. Wer darf und wer soll in die Vereinigten Staaten?; „America First“ – Harmlose Neutralität oder gefährliche Nähe zum Faschismus?; Hexenjagd und Massenverfolgung innerhalb Amerikas. Die Rote Angst im Kalten Krieg; Working 9 to 5. Arbeiter:innen in Amerika in den 1970er- und 80er-Jahren; Der „Founding Father“ Thomas Jefferson – erinnerungs(un)würdig?; König Trump. Kann ein demokratisch gewählter Präsident zum Tyrannen werden?; Außerdem in dieser Ausgabe; Die bedrohte Freiheit. Ein Klausurvorschlag zur Geschichte der USA für die Sekundarstufe I und II; Shadow of a face. Ein Denkmal für Harriet Tubman (1822 – 1913); Die Filme des Marshallplans. Impulse für den Einsatz im Geschichtsunterricht; Per Digitaltour ins Museum of the American Revolution. Impulse für den Einsatz im Unterricht
Gesamtwerk
Geschichtsnarrative auf dem Prüfstand
Die Unterrichtseinheit zu David Graebers und David Wengrows "Anfänge – Eine neue Geschichte der Menschheit" hinterfragt das traditionelle Entwicklungsmodell menschlicher Gesellschaft. Anhand archäologischer Beispiele wie Göbekli Tepe oder Çatalhöyük erkennen die Lernenden, dass komplexe, aber egalitäre Strukturen bereits in der Frühgeschichte existierten. Sie reflektieren, wie Geschichtsbilder entstehen, und diskutieren deren Bedeutung für Aufklärung, Freiheit und Gleichheit – damals wie heute.
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Die BRD von 1969 bis 1989
Bestand nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zunächst noch Hoffnung auf eine baldige Wiedervereinigung der deutschen Staaten, festigte sich ab Ende der 50er Jahre die Teilung deutlich. Beide Staaten entwickelten sich bald sowohl gesellschaftlich wie auch auf politischer Ebene in gegensätzliche Richtungen. Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der zweiten Hälfte der Teilung und stellt die gesellschaftspolitische Entwicklung der BRD von 1969 bis 1989 in den Fokus.
Gesamtwerk
Künstliche Intelligenz als Lernassistenz im Geschichtsunterricht
Künstliche Intelligenz und generative KI-Systeme sind seit der Veröffentlichung des dialogorientierten Bots ChatGPT in aller Munde. Die Debatte um die fachspezifische und entsprechende fachmedienbezogene Integration hat allerdings erst begonnen. Der vorliegende Methodenbeitrag setzt die unterrichtspraktischen Überlegungen des ersten Teils fort: KI-Anwendungen werden als Medien und Werkzeuge des historischen Lernens in eine Reihe zum Zeitalter der Aufklärung fachbezogen integriert.
Gesamtwerk
Die Weimarer Republik
Die Weimarer Republik der 1920er-Jahre war eine Zeit der Kontraste: Sehnsucht und Überdruss, Fortschrittsoptimismus und Kulturpessimismus, Hoffnung, Begeisterung und Angst. Die Ambiguität zwischen Krise und Aufbruch, zwischen Scheitern und Emanzipation prägten eine Gesellschaft, die sich erst noch finden musste. Die gesellschaftlichen Dispositionen jener Zeit sind der Ausgangspunkt, die Geschichte der Weimarer Republik zu befragen, auch um die Gegenwart besser zu verstehen und möglicherweise sogar einem erneuten Ausbruch dieser Dispositionen zu begegnen.
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